Eine unerwartete Wende nahm ein Prozess am Heidelberger Landgericht. Drei Angeklagte wurden freigesprochen, dem mutmaßlichen  Opfer des Überfalls droht stattdessen ein Verfahren wegen falscher Verdächtigung. Das Trio aus Nordafrika stand vor dem Richter, weil es einen Iraker auf der Neckarwiese attackiert und ihm Goldkette und Handy geraubt haben soll. Diese Version wurde zunächst von der Freundin des Irakers bestätigt. Nachdem sich die beiden inzwischen trennten, erzählte die Frau als Zeugin im Prozess etwas ganz anderes. Deshalb sei den Angeklagten der Überfall nicht nachzuweisen, stellte der Richter fest. Für die mehrmonatige U-Haft steht ihnen jetzt eine Entschädigung zu. (mho)