Adler: Daniel Hopp ohne Ambitionen auf Amt des Eishockey-Präsidenten

Gesellschafter Daniel Hopp von Adler Mannheim sieht sich nicht als künftigen Kandidaten für das Präsidentenamt beim Deutschen Eishockey-Bund. In einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstag-Ausgabe) begründete Hopp dies mit seinem schon bisher starken Engagement. „Ich besitze bei den Adlern und in der Arena bereits zwei Fulltime-Jobs. Von daher glaube ich nicht, dass sich die Häufung der Aufgaben mit der Verantwortung verträgt, die dieses Amt mit sich bringt“, sagte der 39-Jährige. Als DEB-Präsidiumsmitglied habe er die vergangenen Jahre hautnah miterlebt, was es bedeute, diese Aufgabe auszufüllen. „Ich bin in Mannheim auch räumlich ein gutes Stück weg von München, wo der DEB seinen Sitz hat“, sagte Hopp vor der DEB Mitgliederversammlung an diesem Samstag. Der jetzige DEB-Präsident Franz Reindl gilt als möglicher Nachfolger des Schweizers René Fasel als Chef des Eishockey-Weltverbandes IIHF. Mit Blick auf die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie sagte Hopp, Geisterspiele über einen längeren Zeitraum seien für das deutsche Eishockey kein Thema. Um einen kurzen Zeitraum bis zum offiziellen Start zu überbrücken und den Spielplan zu füllen, könne man über zwei oder drei Heimspiele pro Club ohne Publikum nachdenken. „Alles andere ist wirtschaftlich unrealistisch, das kann sich in der DEL niemand leisten“, sagte Hopp. Die bisher geplanten Hilfen für Profisportclubs jenseits des Fußballs müssten in gemeinsamen Gesprächen mit der Politik nachjustiert werden. „Was bis jetzt auf dem Papier steht, ist für uns nicht adäquat und passend“, sagte Hopp. (dpa/mj)