Adler: Game over

Der deutsche Eishockey-Meister Adler Mannheim kann seinen Titel nicht mehr verteidigen. Nach dem 2:4 (0:1,1:2,1:1) im entscheidenden dritten Spiel der ersten Playoff-Runde bei den Kölner Haien ist der Vorjahreschampion und Hauptrunden-Zehnte schon vor dem Viertelfinale gescheitert. „Wir hatten eine schwierige Saison. Wir haben viele, viele Tiefschläge erlebt und einen Großteil der Saison auch einfach nicht gut gespielt“, sagte Adler-Geschäftsführer Daniel Hopp am Sonntag bei „ServusTV“.

Die Kölner schafften damit nach einer ebenfalls enttäuschenden Vorrunde doch noch den Sprung unter die besten Acht und treffen von Dienstag an auf DEL-Rekordmeister Eisbären Berlin. Die Straubing Tigers bekommen es mit dem Vorrunden-Sieger EHC München zu tun. Der niederbayrische Außenseiter hatte sich am Freitag in der ersten Playoff-Runde dank des zweiten Siegs gegen den ERC Ingolstadt durchgesetzt. Neben Meister Mannheim ist auch der Vorjahresfinalist Ingolstadt aus dem Rennen. In den weiteren Viertelfinal-Begegnungen stehen sich die Iserlohn Roosters und die Nürnberg Ice Tigers sowie Wolfsburg und die Düsseldorfer EG gegenüber. Die Serien werden im Modus Best of Seven ausgetragen. Vier Siege sind zum Weiterkommen notwendig.

Den Mannheimern blieb auch mit dem früheren NHL-Star Marcel Goc, der sich rechtzeitig vor den Playoffs fit gemeldet hatte, die Enttäuschung in der ersten Playoff-Runde nicht erspart. „Wir sind natürlich jetzt alle frustriert. Wir hätten die Saison retten können“, sagte Nationalspieler Christoph Ullmann. Nachdem die Adler dank eines 5:2-Heimerfolgs die Serie ausgeglichen hatten, war noch einmal Hoffnung aufgekommen. Das erste Aufeinandertreffen hatten die Kölner 6:3 für sich entschieden. In einer umkämpften Partie vor 11 183 Zuschauern erzielten am Sonntag Jean-Francois Boucher (18.), Patrick Hager (26.) und Andreas Falk (37./54.) die Tore für die Gastgeber. Zwei Treffer waren allerdings umstritten. Für Mannheim konnten nur Marcel Goc (39.) mit seinem ersten Saisontor im sechsten Spiel auf 1:3 und Jonathan Rheault (56.) auf 2:4 verkürzen. (dpa)