Adler: Heimniederlage gegen den Meister

Die Adler Mannheim haben ihr Heimspiel am Sonntag gegen Meister München verloren. Die Mannschaft von Trainer Sean Simpson unterlag auf eignem Eis mit 3:6 (1:1, 0:2, 2:3). Die 10094 Zuschauer in der SAP Arena sahen im Spitzenspiel des 7. DEL-Spieltages ein temporeiches und attraktives Spiel. Im ersten Drittel waren die Adler die über weite Strecken spielerisch überlegene Mannschaft, die mit schnellem und druckvollem Spiel im Angriffsdrittel den Deutschen Meister immer wieder in Bedrängnis brachte. In einem Hollywood-Drehbuch wäre gleich der gefährliche erste Torschuss von Daniel Sparre gegen seine Ex-Kollegen im Tor gelandet (1. Minute), doch Münchens Keeper David Leggio ließ sich so früh noch nicht bezwingen. Auf der anderen Seite konnte Sparre den Schuss des gut postierten Michael Wolf entschärfen (4.), zwei Minuten später zischte der von Marcel Goc abgefälschte Puck nur knapp am Tor der Gäste vorbei. Das 5:3-Powerplay der Adler blieb erfolglos, danach prüfte Red Bull-Verteidiger Konrad Abeltshauer Adler-Torhüter Dennis Endras gleich zwei Mal (10., 12.). Gegenüber parierte Leggio gegen Plachta und Kolarik (12.), doch Daniel Sparre traf zum umjubelten 1:0 (14.) der Adler. Nur 30 Sekunden danach war die Hintermannschaft der Blau-Weiß-Roten zum einzigen Mal im ersten Abschnitt unkonzentriert, Jerome Flaake nutzte die Chance und erzielte den überraschenden Ausgleich. Der Pfosten des Mannheimer Tores verhinderte noch vor der ersten Pause den zweiten Münchener Treffer.

Nach der Pause zeigten sich die Gastgeber allerdings zu nachlässig, brachten sich gleich mehrfach in Bedrängnis. Wie aus dem Nichts fiel das 2:1 für die Gäste durch Mads Christensen (24.), eine Minute später verhinderte Dennis Endras mit einer Glanzparade einen weiteren Gegentreffer. Die Adler fingen sich, setzten auch in der Offensive wieder Akzente und konnten das Spiel wieder ausgeglichen gestalten. Doch Christensens zweiter Treffer kurz vor der zweiten Pause drückte auf die Stimmung (1:3, 40.).

Der schnelle Anschlusstreffer im letzten Abschnitt, Brent Raedekes siebter Treffer im siebten Spiel, hätte der Startschuss zur Wende sein können. Doch Aucoin (2:4, 43.) und erneut Christensen (2:5, 48.) sorgten für klare Verhältnisse. Christoph Ullmanns Tor zum 3:6-Endstand war schließlich nur noch Ergebniskorrektur. (wg)