Adler: Heimpleite gegen Hamburg

Mit einem 1:4 gegen die Hamburg Freezers kassierten die Mannheimer Adler am Freitagabend die zweite Heimniederlage in Folge. Das Match lief von Anfang an gegen die Kurpfälzer, die gegen die körperliche Überlegenheit der Hanseaten nicht ankamen und auch mit ihren läuferischen und spielerischen Möglichkeiten kein Mittel fanden, das Match für sich zu entscheiden. Marcus Kink besorgte mit dem zwischenzeitlichen 1:2 den Ehrentreffer der Adler.

Das Spiel hatte kaum richtig begonnen, als die Adler schon in Rückstand gerieten. Nach nicht einmal zwei Minuten überwand Jerome Flaake Adler-Torhüter Dennis Endras mit dem ersten Torschuss der Gäste zum 0:1. Die Adler reagierten kurz wütend – Ronny Arendt verpasste zwei Minuten später den Nachschuss nach einem Schlagschuss von Sinan Akdag – doch nach und nach verdienten sich die Hanseaten die Führung. Die Adler fanden zunächst kein Rezept gegen die körperlich präsenten Gäste und verloren ein wenig das Selbstbewusstsein, Leichtsinnsfehler schlichen sich ein. Das Team von Trainer Geoff Ward konnte sich bei Torhüter Dennis Endras bedanken, dass es zur ersten Pause nur 0:1 stand. Der Nationaltorhüter im Tor der Adler parierte unter anderem noch die hochkarätigen Chancen von Thomas Oppenheimer (11. Minute), Morten Madsen (14.), Nicolas Krämmer (15.) und Philippe Dupuis (19., Überzahl).

Kurz nach Wiederbeginn bescherten zwei Strafen gegen die Gäste den Adlern sechs Minuten Überzahl, 43 Sekunden davon mit zwei Spielern mehr auf dem Eis – doch das Powerplay der Adler blieb wie zuletzt leider auch harmlos. Besser machten es die Gäste, die nach zwei Strafen gegen die Adler ihr eigenes Überzahlspiel nutzten und auf 2:0 erhöhten (Madsen, 31.).

Kaum eine Minute später verwerteten die Hausherren jedoch einen Fehler der Gäste in deren Drittel, Marcus Kink staubte zum 1:2 ab und hauchte seiner Mannschaft damit neues Leben ein. Das Team schien von dem Treffer beflügelt und zeigte deutlich, dass man sich den Nordlichtern nicht so einfach geschlagen geben wollte. Doch leider blieben auch die drei folgenden Powerplays noch im zweiten Drittel erfolglos.

Mit zwei schnellen Toren im letzten Drittel machten die Freezers die Hoffnungen der 10272 Zuschauer in der SAP Arena auf ein Comeback der Adler schnell zunichte. Garret Festerling schloss einen Konter der Hanseaten zum 3:1 ab, Madsen erledigte kurz danach das 4:1 für Hamburg. Den Adlern blieb es trotz eines weiteren guten Überzahlspiels fünf Minuten vor Ende verwehrt, das Ergebnis noch etwas zu verbessern. Sinan Akdag scheiterte mit der besten Chance des letzten Drittels am Außenpfosten. (adler mannheim)