Adler: Mit breiter Brust in die Play-offs

Eine starke Vorstellung gaben die Mannheimer Adler im letzten Spiel der Vorrunde vor eigenem Publikum gegen die Thomas Sabo Ice Tigers ab und behielten beim 3:1-Erfolg alle drei Punkte. Ronny Arendt, Martin Buchwieser und Mirko Höfflin erzielten drei sehenswerte Tore für die Mannheimer, Kyle Klubertanz konnte in der 49. Minute nur noch Ergebniskosmetik für die Franken betreiben. Nun müssen die Adler auf ihren Viertelfinalgegner warten, der in den Pre-Playoffs in der kommenden Woche ermittelt wird.

Schon am Freitag bei der 0:2-Niederlage in Wolfsburg hatten die Adler ein starkes Spiel gemacht und auch im letzten Heimspiel der Hauptrunde gegen die Thomas Sabo Ice Tigers machten die Hausherren deutlich, dass sie die Vorrunde trotz des bereits feststehenden X-TiP-Hauptrundensieges nicht einfach nur so austrudeln lassen wollten. So brannten die in Blau gekleideten Mannheimer in den ersten neun Minuten ein wahres Feuerwerk in der Offensivzone ab. Für die Gäste ging es noch um jeden Punkt für das Erreichen des Heimrechts in den Pre-Playoffs oder gar um den direkten Viertelfinaleinzug. Und so versuchte das Team von Trainer Martin Jiranek in den Anfangsminuten auch, mit spielerischen Mitteln den Weg nach vorne anzutreten. Doch die Adler ließen die Franken nichts ins Spiel kommen und beschäftigten die Defensive des Gegners fast ununterbrochen.

Ronny Arendt brachte die Adler mit seinem Überzahltor in der vierten Minute bereits in Führung, stand vor dem Torraum, nahm die Scheibe direkt und traf rechts oben an Ice Tigers-Keeper Andreas Jenike vorbei zum 1:0. Zuvor waren Fischer (2.) und Tardif (4., Überzahl) bereits an Jenike gescheitert, Plachta (4.) und erneut Fischer (5.) verpassten das Gästetor, gegen Joudrey (6.) Plachta und Akdag (beide 9.) war Jenike wieder zur Stelle.

Erst danach musste Dennis Endras erstmals eingreifen, hatte beim Schuss von Leonhard Pföderl aber keine Mühe. Danach nahmen sich die Adler mit drei unnötigen Strafen selbst etwas den Spielfluss, zeigten gegen die Gäste jedoch ein starkes Unterzahlspiel und ließen kaum gefährliche Schüsse zu. Dagegen zeigte Martin Buchwieser zwischen dem ersten und dem zweiten Unterzahlspiel Durchsetzungsvermögen vor dem Nürnberger Tor, als er stark bedrängt die Scheibe über Jenike hinweg zum 2:0 ins Tor arbeitete (12.).

Mirko Höfflin nutzte in der 26. Minute den langen Pass von Brandon Yip vor den Torraum, hielt nur noch den Schläger hin und lenkte die Scheibe zur 3:0-Führung ins Netz. Und auch danach hielten die Adler das Tempo hoch, ließen die Franken nicht ins Spiel kommen, sondern dominierten das Match weiter. Marcus Kink (33.) und Frank Mauer (38.) vergaben die besten Chancen der Quadratestädter. Dennis Endras erlebte bei Fünf gegen Fünf ein recht ruhiges Spiel.

Auch im letzten Drittel waren die Adler dem vierten Tor lange Zeit näher als die Gäste dem Ehrentreffer. Beim Powerplay in der 45. und 46. Minute brannte es lichterloh vor dem Tor der Franken, leider ohne Erfolg für die Hausherren. In der 49. Minute traf Kyle Klubertanz doch noch für Nürnberg, doch zwei Strafen kurz danach nahmen den Gästen wieder den Wind aus den Segeln. Auch mit sechs Feldspielern ließ sich Dennis Endras in den letzten achtzig Sekunden nicht mehr überwinden. (adler mannheim)