Adler: Pünktchen in München

München. Viel Pech hatten die Adler bei der 2:3-Niederlage nach Verlängerung beim EHC Red Bull München. Über 50 Minuten lang wollte die Scheibe nicht ins Tor der Hausherren, erst mit zwei Überzahltoren konnten Eric Schneider und Ken Magowan zwei Mal die Führung der Gastgeber nach den Toren von Richmond und Sparre ausgleichen. In der Verlängerung traf Benedikt Brückner zum 3:2-Siegtreffer für München.

Die Adler zeigten ein gutes erstes Drittel beim wichtigen Auswärtsmatch in München. Eric Schneider tauchte gleich in der zweiten Minute zwei Mal gefährlich vor EHC-Keeper Mika Noronen auf, kurz darauf scheiterte Matthias Plachta am Keeper der Münchener. In Minute fünf musste Adler-Torhüter Dennis Endras gegen Darren Haydar erstmals eingreifen und hatte in der neunten Minute Glück, als Daniel Sparre ihm die Scheibe zwar zwischen den Schonern hindurchstocherte, hinter ihm aber Mirko Höfflin klärte.

Kurz darauf wurde Ronny Arendt bei einem Alleingang auf das Tor der Gastgeber gehakt, den fälligen Penalty setzte der 33-jährige leider an die Latte. Beim ersten Unterzahlspiel der Adler brannte es nur einmal kurz vor dem Tor der Adler, als Felix Petermann einen Befreiungsschlag der Mannheimer noch an der blauen Linie abfing und die Scheibe schnell wieder vor das Tor brachte. Die große Chance zur Führung hatten die Blau-Weiß-Roten ihrerseits ab der 17. Minute bei einem fast 90 Sekunden langen 5:3-Überzahlspiel. Dieses verstrich trotz guter Chancen von Magowan, Hospelt und Wagner zwar ergebnislos, doch kurz nach Ablauf der zweiten Strafe bezwang Eric Schneider den Finnen Noronen zum ersten Mal. Der Jubel der mitgereisten Fans aus der Kurpfalz verstummte jedoch schnell – die Schiedsrichter gaben dem Tor wegen Torraumabseits keine Anerkennung.

Im zweiten Drittel zeigte Dennis Endras nach der Direktabnahme von Felix Petermann eine Glanzparade (26., Überzahl), auf der anderen Seite erwischte Matthias Plachta in der 30. Minute den Abpraller nach einem Schlagschuss von Kai Hospelt in aussichtsreicher Position nicht richtig. In Minute 33 hatten die Adler erst Glück, als Bois einen Abpraller vor dem leeren Tor nicht unter Kontrolle bekam, umso besser und erfolgreicher war nur kurz darauf der US-Amerikaner Daniel Richmond – 1:0 für München. Die Bayern versuchten nach dem Führungstreffer nachzusetzen, während sich die Adler in schnellen Kontern übten. Die große Gelegenheit zum Ausgleich hatte kurz vor der zweiten Pause Ken Magowan, der vor dem Tor frei an die Scheibe kam, doch mit der Rückhand an Noronen scheiterte.

Im Schlussdrittel gab das starke Überzahlspiel der beiden Teams den Ton an. Zu Beginn scheiterten Gamache und Magowan an Noronen, in der 49. Minute schob Jochen Hecht einen Nachschuss am Tor vorbei – alles im Powerplay. Kurz danach traf Martin Buchwieser nur den Pfosten – den Adlern fehlte das Scheibenglück. Doch bei der zweiten Strafe gegen die Gastgeber klappte es dann endlich: Eric Schneider setzte die Direktabnahme ins Netz (1:1, 53.). Nur zwei Minuten später waren die Hausherren nach nur 17 Sekunden eigenem Powerplay erneut erfolgreich (Sparre zum 2:1), doch Ken Magowan traf in der 56. Minute., ebenfalls in Überzahl, zum verdienten 2:2-Ausgleich.

In der Verlängerung bezwang Benedikt Brückner Dennis Endras per Schlagschuss und sicherte den Münchenern den zweiten Punkt. (adler mannheim)