Adler: Rückstand, Aufholjagd, Niederlage

Die Adler Mannheim wurden für ihre Energieleistung nicht belohnt: Obwohl der Meister gegen die Straubing Tigers einen 1:4-Rückstand aufholte, unterlag er am Ende mit 4:5 gegen den Tabellenzehnten. Damit verpassten es die Adler, in der Tabelle bis auf einen Zähler an den Tabellenvierten aus München heranzurücken, der am Freitag in der SAP Arena gastiert.

Die Adler überstanden ihr erstes Unterzahlspiel fehlerfrei, danach verpasste Christoph Ullmann per Rückhand knapp die Führung (6. Minute). Beim ersten eigenen Überzahlspiel scheiterte Ryan MacMurchy an Straubings Keeper Matt Climie (7.). Weniger Glück hatte auf der anderen Seite Adler-Torhüter Youri Ziffzer, dem bei Austin Madaiskys Schuss die Sicht verdeckt war, Bayda fälschte die Scheibe zum 0:1 ins Adler-Tor ab (9.). Das 0:1 war Pech, bei den folgenden Toren von Dylan Yeo zum 0:2 (13.) und Mike Hedden zum 1:3 (20.) war die Mannheimer Abwehr aber zu sehr auf Offensive gepolt. Ryan MacMurchys 18. Saisontreffer zum zwischenzeitlichen 1:2 war wichtig, blieb aber das einzige Erfolgserlebnis der Hausherren im ersten Abschnitt.

Während die Partie für Straubings Keeper Climie nach dem ersten Drittel krankheitsbedingt beendet war, räumte Youri Ziffer nur fünfeinhalb Minuten später seinen Kasten. Greg Ireland beorderte nach dem vierten Treffer der Niederbayern Dennis Endras zwischen die Pfosten (Down, 26.). Sinan Akdags Schlagschusstreffer zum 2:4 (32.) war dringend notwendig, MacMurchy und Carle waren in Überzahl noch vor der zweiten Pause nah dran am dritten Tor. Doch auch so war das Match nach dem zweiten Tor noch nicht gelaufen.

Wie nicht anders zu erwarten gaben die Adler im dritten Drittel erst recht mächtig Gas und wurden auch belohnt. Ronny Arendt gelang das 3:4 (46.), Kai Hospelt erzielte den umjubelten Ausgleichstreffer (51.). Die Gäste standen jedoch weiterhin nicht nur gut vor dem eigenen Tor, sondern blieben weiter gefährlich. In Unterzahl profitierten die Adler von der Ruhe von Torwart Endras. Doch Straubings René Röthke ließ sich nach einem Scheibenverlust der Adler an der gegnerischen blauen Linie nicht zwei Mal bitten und erzielte fünf Minuten vor Schluss im Alleingang den Siegtreffer für die Gäste. (am/wg)