Adler: Trainer Gross kritisiert DEL: «Was wurde da gemacht?»

Mannheims Trainer Pavel Gross hat das Verhalten der Deutschen Eishockey Liga in der Corona-Krise, die mangelnde Transparenz und die späte Entscheidung über den möglichen Saisonstart kritisiert. «Wir haben nicht so viel mitbekommen. Was hätte man machen können, um vielleicht ein bisschen mehr Geld für die Liga zu generieren – was wurde da von Seiten der Liga gemacht?», sagte der 52-Jährige am Dienstag: «Das Einzige, was wir gehört haben, ist, dass man nach 60 Millionen verlangt hat bei der Regierung, was ich denke, schon gewagt ist.» Die Nachrichten der DEL über die Ligapause hinweg seien «sehr selten und nicht klar» gewesen, sagte Gross. «Man hat nichts gehört, man hat nur spekuliert. Spekulationen kommen nur dann, wenn wir keine Transparenz haben, wenn wir keine Kommunikation haben.» Seit dem vorzeitigen Abbruch im März ruht der DEL-Spielbetrieb. Am 19. November soll über den möglichen Saisonauftakt entschieden werden. Im Raum steht der 18. Dezember als Starttermin. Noch ist aber unklar, ob die Liga beginnt oder nicht. «Es hätte auch ein bisschen schneller laufen können», sagte Gross, der die Adler 2019 zur Meisterschaft geführt hatte, mit Blick auf den Termin der Entscheidung: «Wir haben noch nicht so viel Positives gehört von der Seite der Liga, das muss man schon sagen. Nach so viel rauf und runter – ich weiß es nicht.» Wegen der wirtschaftlichen Abhängigkeit von Zuschauereinnahmen und angesichts der Krise hatte die Liga den Start bereits zweimal verschoben. Von Mittwoch an starten acht der 14 DEL-Clubs mit einem Testturnier, das bis Mitte Dezember läuft. Die Adler treffen am Donnerstag in ihrem ersten Gruppenspiel auf den EHC Red Bull München. (lsw/mj)