Adler: Weiße Heimweste weiterhin fleckenfrei

Mit dem neunten Heimsieg im neunten Heimspiel der Saison sowie als unangefochtener Tabellenführer verabschiedeten sich die Mannheimer Adler in die Deutschland-Cup-Pause. Jamie Tardif, Ronny Arendt, Christoph Ullmann und Denis Reul erzielten die Tore beim 4:0-Heimsieg gegen die Straubing Tigers. Christoph Ullmanns Treffer war das 3500. Tor der Adler in der DEL-Geschichte, Denis Reul erzielte sein erstes Tor nach über eineinhalb torlosen Jahren und Youri Ziffzer blieb bei seinem fünften Saisoneinsatz für die Adler in der DEL erstmals ohne Gegentor.

Heimspiele eines Tabellenführers gegen den Tabellenletzten sind oftmals prädestiniert dafür, eine ziemlich zähe Angelegenheit zu werden. Die ersten knapp 30 Minuten der Partie waren auch keine Augenweide, die Hausherren waren bemüht, läuferisch und kämpferisch engagiert – sonderlich viele gefährliche Torszenen sprangen dabei jedoch nicht heraus. Jamie Tardif nutzte wenigstens den einzigen Fehler des Straubinger Torhüters Jason Bacashihua, der die Scheibe hinter dem eigenem Tor vertändelte. Wenig später zeigte der Kanadier im Tor der Tigers bei Mirko Höfflins Alleingang wieder sein Können.

Im zweiten Drittel retteten Adler-Torhüter Youri Ziffzer sowie der Pfosten bei Schönbergers Chance die Führung (23. Minute), beim Überzahlspiel der Adler kurz darauf waren die Blau-Weiß-Roten jedoch erneut zu harmlos. Doch ausgerechnet das vermeintlich klare 2:0 durch Martin Buchwieser, bei dem wohl die meisten der 12387 Zuschauer und auch die Spieler beider Teams den Puck hinter der Linie gesehen hatten, gab dem Spiel dann den entscheidenden Kick. Die Schiedsrichter waren sich unsicher, auch die Videoauszeichnung ergab keinen klaren Aufschluss und so versagten die Unparteiischen dem Treffer die Anerkennung – was ein richtiger Ansporn für die Adler gewesen zu sein schien. Denn das Team von Trainer Geoff Ward legte einen Gang zu, spielte ein aggressives Unterzahlspiel und konnte sich über den sensationellen Unterzahlkonter von Ronny Arendt freuen. Der 33-Jährige ließ bei seinem Alleingang den hinter ihm heraneilenden Verteidiger mit einer ganzen Drehung um die eigenen Achse aussteigen und traf zum 2:0 (31.). Wenige Minuten später kamen erst Arendt selbst, dann Christoph Ullmann frei vor Bacashihua zum Schuss. Doch erst beim Konter über Matthias Plachta markierte Ullmann den dritten Mannheimer Treffer (38.), gleichzeitig das 3500. Tor der Adler in der DEL-Geschichte. Kurz vor der zweiten Pause konnte sich dann Denis Reul über das 4:0 freuen – sein letztes Tor hatte der Verteidiger am 1.3. letzten Jahres beim 4:2-Sieg in Augsburg erzielt.

Dass der Weg mit viel Druck auf den ersten scheibenführenden Spieler im gegnerischen Drittel der Beste ist, um dem eigenen Torhüter den Rücken freizuhalten, zeigten die Adler auch im letzten Drittel. Die Hausherren hatten noch ein paar Chancen zum fünften Treffer, Christoph Ullmann scheiterte in der 53. Minute am Pfosten. Youri Ziffzer verdiente sich dagegen sein erstes „zu Null“ in der DEL für die Adler mit dem Save gegen Tobias Wörle in der letzten Minute redlich. (adler mannheim)