(Aktualisiert um 16.50 Uhr) Eberbach: 37 Kinder bei Schulbus-Unglück zum Teil schwer verletzt

Bei dem Schulbus-Unglück in Eberbach wurden nach Polizeiangaben vom Nachmittag 37 Kinder verletzt – mindestens sechs von ihnen schwer. Der sachschaden wird auf 200 000 Euro geschätzt. Der Bus prallte gegen 7 Uhr frontal gegen eine Hauswand. Bei einigen der verletzten Kinder schloss die Polizei Lebensgefahr nicht aus. Auch zwei Erwachsene wurden schwer verletzt, darunter der 55-jährige Fahrer des Busses.Fünf weitere Erwachsene erlitten leichte Verletzungen. Rettungshubschrauber brachten die Verletzten in mehrere
Krankenhäuser. Die Polizei konnte zunächst keine Angaben machen, warum der Bus aus der Kurve geraten war. Das voll besetzte Fahrzeug war am Morgen zunächst gegen mehrere Autos und danach frontal gegen die Wand eines Elektrofachgeschäfts gekracht. Die Kinder in dem Bus waren 9 bis 15 Jahre alt. Sachverständige prüfen nach Angaben der Polizei, ob das Gebäude, in das der Bus krachte, einsturzgefährdet ist. „Die Experten untersuchen die Statik“, sagte ein Polizeisprecher. Wann ein Ergebnis vorliegt, sei unklar. Die Polizei hob die große Hilfsbereitschaft der Anwohner hervor. Viele hätten ihre Garage oder eine Einfahrt freigeräumt, um die Rettungsarbeiten zu unterstützen. „Wir sind sehr froh, solche Menschen in der Stadt zu haben“, sagte Eberbachs parteiloser Bürgermeister Peter Reichert. 17 Seelsorger waren vor Ort, um Verletzte und Angehörige zu betreuen. Bei den sieben verletzten Erwachsenen handelt es sich Kunkel zufolge
um den Fahrer des Busses und einen Passagier aus einem der Autos, die der Bus gerammt hatte. Die weiteren fünf Verletzten seien im Bus
mitgefahren. Die Verletzten wurden in Kliniken in Mannheim, Ludwigshafen und Gießen gebracht. Mehr als 150 Helfer waren im Einsatz. Die
Bergung des havarierten Fahrzeugs lief am Nachmittag. Für Eltern und unverletzte Kinder wurde in Eberbach eine Sammelstelle
eingerichtet. Die Unfallstelle wurde weiträumig abgesperrt. Wir berichten am Abend ausführlich in RNF-Life über das Unglück. (mho/dpa)