AKW Biblis: RWE rechnet mit Genehmigung für Abbau

Der Kraftwerksbetreiber RWE rechnet für Ende 2015 mit einer ersten Genehmigung für den Abbau der Atomanlage in Biblis.
„Wir haben keine Zeitverzögerung“, sagte Kraftwerksbetreiber Horst Kemmeter am Dienstag in Biblis. „Wir sind derzeit in einer entscheidenden Phase.“ Im zweiten Halbjahr werde die Prüfung durch das Bundesumweltministerium erwartet.
Das AKW war nach der Reaktorkatastrophe 2011 im japanischen Atomkraftwerk Fukushima vom Netz genommen worden. RWE rechnete damit, dass der Abbau der Anlage einschließlich der Zeit für die Genehmigung mindestens 15 bis 20 Jahren dauern dürfte.  Kemmeter sagte, der Block A könne 2016 frei von Brennstoffen sein, Block B ein Jahr später. „Wir sind vorbereitet und würden gerne mit dem Verladen der Brennelemente beginnen.“ Sie sollen erst einmal in Castoren verpackt und in dem Standort-Zwischenlager in Biblis deponiert werden. Ein atomares Endlager in Deutschland ist noch in weiter Ferne.
Inzwischen steht gerichtlich fest, dass die Anordnung des Landes Hessen auf Stilllegung rechtswidrig war. RWE sei nicht angehört worden. Das Unternehmen hat das Land Hessen und den Bund auf Schadenersatz in Höhe von 235 Millionen Euro verklagt. dpa/feh