Altlußheim: Endpunkt für Starkstromleitung

Für die Energiewende muss das Leitungsnetz ausgebaut werden. Die westliche der geplanten Nord-Süd-Leitungen nimmt langsam konkrete Gestalt an. Dazu stellt der Netzbetreiber TransnetBW am Montag in Altlußheim im Rhein-Neckar-Kreis das Ergebnis seiner Suche nach einem Standort für den Endpunkt der westlichen Stromtrasse im Raum Philippsburg vor.
An diesem Endpunkt des 340 Kilometer langen Leitungsprojekts „Ultranet“ von Osterath in Nordrhein-Westfalen nach Baden muss ein sogenannter Konverter gebaut werden. Das ist eine Anlage, die den aus dem Norden transportierten Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt, wie er für die Versorgung der Haushalte benötigt wird. Für den Bau des Konverters wird eine Fläche von 100 000 Quadratmetern gebraucht, also etwa 200 Meter breit und 500 Meter lang.  Der von TransnetBW präferierte Konverterstandort muss erst noch in einem öffentlich-rechtlichen Genehmigungsverfahren bestätigt werden. Dabei können auch alternative Standorte noch zum Zuge kommen.  Für die Trasse selbst ist kein Neubau erforderlich, da die Masten
bestehender Stromleitungen die zusätzlichen Verbindungen für den Gleichstrom mitführen können. „Ultranet“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von TransnetBW, einer Tochter des Energieversorgers EnBW, mit dem Netzbetreiber Amprion: Für die Strecke von Osterath nach Mannheim-Wallstadt ist Amprion zuständig, für die südliche Anschlussstrecke mit einer Länge von 40 Kilometern TransnetBW. dpa/ feh