Mi., 01.10.2025 , 14:28 Uhr

Bafög reicht nirgends: Studierende kämpfen mit hohen Mieten

Wiesloch. Wer in Baden-Württemberg studiert und vor Ort wohnen möchte, hat zuletzt vielerorts immer mehr für die Miete berappen müssen. Die im bundesweiten Vergleich höchsten Mietsteigerungen in den letzten drei Jahren wurden neben Leipzig in Freiburg und Konstanz mit
jeweils mehr als sechs Prozent pro Jahr beobachtet, wie aus dem Studentenwohnreport 2025 des Finanzdienstleisters MLP aus Wiesloch und des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervorgeht.

Stuttgart, Tübingen und Ulm hingegen wiesen demnach eine vergleichsweise geringere Dynamik auf. Innerhalb von drei Jahren sind der Analyse zufolge die Mieten bundesweit jedes Jahr im Schnitt um 4,6 Prozent gestiegen.

Wo es am teuersten ist

Nichtsdestotrotz zählen die Landeshauptstadt Stuttgart und Freiburg mit Blick auf die Mietkosten zu den teuersten Orten. Vergleicht man das mittlere Mietniveau (Median) anhand der Quadratmeterpreise, liegt vor den beiden Städten mit je rund 19 Euro in der deutschlandweiten Auswertung nur München mit 26 Euro. Zur Einordnung: In Dresden, Magdeburg und Chemnitz betrage das Mietpreisniveau für kleine Wohnungen weniger als 10 Euro je Quadratmeter.

WG-Zimmer sind dem Bericht zufolge in Konstanz auffallend teuer. Dort – wie auch in Hamburg – zahlten Studierende für ein Muster-WG-Zimmer sogar mehr als für eine 30-Quadratmeter-Musterwohnung, hieß es.

Bafög-Satz reicht im Südwesten nirgends

Wiederum reiche die monatliche Wohnkostenpauschale gemäß Bundesausbildungsförderungsgesetz (Bafög) von 380 Euro für die kalkulierte Warmmiete der 30-Quadratmeter-Musterwohnung an keinem der untersuchten Standorte in Baden-Württemberg.

«Die Lage auf dem Wohnungsmarkt bleibt angespannt», sagte IW-Experte Michael Voigtländer. «Wir haben nach wie vor eine schnellere Entwicklung bei den Mieten als bei der Inflationsrate.» Das Geld bei den Studierenden werde also weniger. Mit Blick auf das Bafög sagte der Experte des arbeitgebernahen IW: «Eigentlich müssten wir mehr junge Menschen unterstützen.» (dpa)

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