Ludwigshafen. Unbekannte haben in den vergangenen Tagen sieben Motorroller im Ludwigshafener Stadtgebiet gestohlen. Die Polizei sucht Zeugen und teilt auf Anfrage mit, dass sie in diesem Jahr einen massiven Anstieg entsprechender Taten verzeichnet.
Bereits zwischen dem 23. und dem 27.August wurde ein in der Lisztstraße abgestellter Motorroller entwendet. Zwischen Samstagmorgen und Montagmorgen entwendeten Unbekannte einen Motorroller in der Sudermannstraße.
Zwischen Sonntagnachmittag und Montagmorgen wurden zwei in der Orffstraße und der Stifterstraße abgestellte Roller entwendet. Diese wurden beschädigt in der Saarlandstraße und im Bereich des Hauptbahnhofes aufgefunden.
Zwischen Donnerstag und Montag wurde ein in einem Parkhaus in der Karl-Müller-Straße abgestellter Roller entwendet. Zwischen Montagmorgen und Montagnachmittag wurde in dem Parkhaus ein weiterer Roller entwendet.
Zwischen Sonntagabend und Montagmorgen wurde ein Roller in der Sternstraße entwendet und beschädigt in einem Gebüsch an der Eberthalle im Friedrich-Ebert-Park in Friesenheim aufgefunden.
Den durch die Diebstähle entstandenen Gesamtschaden schätzt die Polizei auf etwa 4000 Euro und nimmt Hinweise von Zeugen unter der Rufnummer 0621 963 2122 entgegen.
Zahl der Rollerdiebstähle in Ludwigshafen massiv angestiegen
Wie die Polizei auf Anfrage schriftlich mitteilte, wurden im Stadtgebiet allein im ersten Halbjahr des Jahres 148 Roller gestohlen. Im ersten Halbjahr 2023 waren es lediglich 41 Fälle. Im Zeitraum 5. August bis 20. August 2024 wurden 40 Diebstähle von Kleinkrafträdern bei der Polizei angezeigt.
Häufig werden die Roller vom Tatort zunächst an einen wenig belebten Bereich geschoben. Dort wird nach Polizeiangaben die Frontverkleidung gewaltsam entfernt und mit den freiliegenden Kabeln kurzgeschlossen. Führe dies nicht zum Starten des Motors, werde der Roller beschädigt liegengelassen.
Ein Anstieg der Fallzahlen sei seit Anfang 2024 vermehrt in den Stadtteilen Ludwigshafen-Maudach, Gartenstadt, Mundenheim, Ludwigshafen-Mitte und Friesenheim zu verzeichnen.
Grundsätzlich lasse sich ein Anstieg der Fallzahlen in den Sommermonaten dadurch erklären, dass viele Besitzer von Kleinkrafträdern diese vor allem in der warmen Jahreszeit nutzen und die Fahrzeuge im Winter in geschützten Bereichen auf ihren Grundstücken abstellen, hieß es in einer Mitteilung.
Ob ein Zusammenhang zwischen den Taten besteht ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
(pol/dls)