Asylunterkunft Limburgerhof: Diebstahl auf Baustelle

Zwei Wochen nach dem Brandanschlag auf eine geplante Asylunterkunft in Limburgerhof ist dort Baumaterial
gestohlen worden. Unbekannte hätten von der Baustelle Dachdeckermaterial mit einem Gewicht von rund einer Tonne mitgehen lassen, so die Polizei.  Ob ein Bezug zu dem Anschlag vom 6. Mai bestehe, wisse die Polizei nicht. „Das kann man gar nicht eingrenzen.“ Das im Freien gelagerte Material – darunter Bitumenrollen und Balken – verschwand in der Nacht zum Mittwoch. Den Schaden bezifferte der Sprecher auf 3800 Euro. Der Brandanschlag ist nach Worten des rheinland-pfälzischen
Innenministers Roger Lewentz (SPD) vermutlich Rechtsextremen zuzuordnen. In der Nacht zum 6. Mai hatten Unbekannte das Dach des einstöckigen Gebäudes in Brand gesetzt. Dabei entstand ein Schaden von rund 50 000 Euro, verletzt wurde niemand. Das aus Systembauteilen bestehende Haus mit Wänden aus Gipskarton war erst zwei Tage zuvor angeliefert worden. Es soll als Unterkunft für 16 bis 18 männliche Asylbewerber dienen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in alle Richtungen, sieht in der Wahl des Ortes allerdings ein Indiz für eine Tat mit fremdenfeindlichem Hintergrund. dpa/feh