Bad Dürkheim: Räderhersteller Uniwheels plant Börsengang in Polen

Der Räderhersteller Uniwheels mit Sitz in Rheinland-Pfalz will in Warschau an die Börse gehen. Das
Unternehmen aus Bad Dürkheim hofft auf einen Erlös von umgerechnet knapp 135 Millionen Euro, wie es am Montag bei der Vorstellung des Börsenprospekts mitteilte. Die Hälfte davon soll durch die Ausgabe neuer Anteilscheine in das Unternehmen fließen und dem Bau eines neuen Werks im polnischen Stalowa Wola dienen. Mit der anderen Hälfte wollen die bisherigen Eigentümer, Unternehmensgründer Ralf Schmid und dessen Cousin Michael Schmid, Kasse machen. Insgesamt sollen bis zu 4,8 Millionen Aktien ausgegeben werden. Als erster Handelstag ist der 7. Mai vorgesehen. „Uniwheels hat einen starken Bezug nach Polen“, sagte Vorstandschef Ralf Schmid. Zwei der drei bestehenden Werke befinden sich bereits in Stalowa Wola, rund 80 Prozent der Produktion kommt aus diesen Werken. Uniwheels verkaufte 2014 rund 7,2 Millionen Autoräder. Mit den Marken Alutec, ATS und Rial setzte das Unternehmen knapp 363 Millionen Euro um und verdiente unter dem Strich 22,7 Millionen Euro, fast 10 Millionen Euro mehr als 2013. Die einzige deutsche Produktionsstätte befindet sich im sauerländischen Werdohl. (dpa/lrs)