Bad Dürkheim: Wurstmarkt beschäftigt die Polizei

Der Wurstmarkt in Bad Dürkheim hat wie jedes Volksfest leider auch Schattenseiten. Wie die Polizei am Sonntag mitteilt, kam es an den ersten beiden Tagen zu mehreren Delikten. Zwei 19-Jährige wurden mit Joints angetroffen. Ein 21-jähriger Mann aus Edingen wurde von Security-Mitarbeitern dabei beobachtet, wie er eine geringe Menge Betäubungsmittel durch die Nase inhalierte. Bei einem 27-jährigen Mann aus dem Rhein-Pfalz-Kreis fanden die Beamten eine Plastiktüte mit einer geringen Menge weißen Pulvers, bei dem es sich vermutlich um Amphetamin handelt. Ein 23-jähriger Mann aus Carlsberg indessen kam auf die „glorreiche“ Idee, einen Funkstreifenwagen anzupinkeln. Zwei Hundeführerinnen überprüften den Herrn, dabei verletzte er eine der beiden Frauen durch einen Schlag ins Gesicht. Er wurde festgenommen, der Alkohol-Test ergab einen Wert von ca. 1,6 Promille. Während einer anderen polizeilichen Maßnahme auf dem Festgelände ging ein 21-Jähriger aus Pirmasens auf die Polizisten los. Der junge Mann, „powered“ by 2,31 Promille, wurde bei der Festnahme leicht verletzt.

Köperverletzungsdelikte

Ein 19-jähriger und 21-jähriger Mann aus Ludwigshafen indessen haben der Polizei mitgeteilt, dass sie von sieben bis acht Personen, bei denen es sich um arabische Staatsangehörige gehandelt haben soll, ohne Grund angegriffen und durch Schläge massiv im Gesicht verletzt wurden. Im Krankenhaus wurden Verletzungen am Nasen- und Jochbein diagnostiziert. Ein 22-jähriger Mann wiederum ging  mit zwei Bekannten vom Wurstmarkt zum Parkplatz hinter den Salinen. Dort wurde er von drei Männern angegriffen. Er erlitt Prellungen und Platzwunden im Gesicht erlitt. Ein Tatverdächtiger im Alter von 19 Jahren konnte vor Ort vorläufig festgenommen werden. Das Opfer wurde im DRK-Zelt versorgt. Im Weindorfes wurde ein 21-jähriger Mann am frühen Samstagmorgen gegen 2.00 Uhr durch einen Faustschlag eines unbekannten Mannes in den Magen verletzt. Der Täter soll ca. 1 Meter 85  groß und 55-60 Jahre alt gewesen sein. Er trug einen auffallend langen, graubraunen Pferdeschwanz. In den frühen Stunden des Sonntagmorgens  gerieten auf dem Festgelände mehrere Personen aneinander. Ein 21jähriger aus Frankenthal griff zunächst einen 18jährigen aus Ludwigshafen an, verletzte ihn jedoch nicht. Darauf schlug der Stiefvater, ein 35jähriger aus Maxdorf, dem Frankenthaler ein Schoppenglas auf den Kopf. Dieser erlitt eine stark blutende Schnittwunde und eine Schädelprellung – eines von insgesamt  sechs 5 Körperverletzungsdelikten auf dem Festgelände.

Raubdelikte

Zur gleichen Zeit verlies ein 29jähriger aus Wachenheim das Festgelände und lief Richtung Gutleutstrasse. Auf diesem Weg traf er auf eine Gruppe von 4 – 6 Personen, die zunächst mit ihm weiter gingen. Dann traten sie ihm plötzlich mehrfach ins Gesicht. Als der Mann wieder zu sich kam, war sein Rucksack, in dem sich seine Geldbörse mit geringem Bargeldbetrag und weitere persönliche Gegenstände befanden, geraubt. Eine Täterbeschreibung liegt nicht vor. Und auch ein 23-Jähriger aus Ludwigshafen wurde von zwei unbekannten männlichen Tätern überwältigt. „Bei dem Überfall müssen aus der Hosentasche ein Smartphone, Bargeld und eine EC-Karte geraubt worden sein“, heißt es im Polizeibericht. Das Opfer wurde leicht verletzt, eine Personenbeschreibung liegt nicht vor. (wg)