Baden-Württemberg für längeren Sommerferien-Zeitrahmen

Baden-Württemberg ist für eine Ausdehnung des Sommerferien-Zeitrahmens auf 90 Tage. Ein Regierungssprecher sagte in Stuttgart, man schließe sich der Haltung der Wirtschafts- und Tourismusbranche an, wonach die Sommerschulferien-Termine der 16 Länder weiter entzerrt werden sollen. Eine Beschlussvorlage liegt für die Ministerpräsidentenkonferenz heute in Berlin vor. Dies wäre dann ein Vorschlag an die Kultusministerkonferenz, die letztlich über das Thema zu entscheiden hat. Die Kultusminister der Länder hatten sich bislang mit Verweis auf die Organisation der Schuljahre gegen eine Ausweitung des Korridors gesperrt. Die Wirtschaftsminister sprachen sich mit Blick auf Verkehrs-Belange und die Bedürfnisse der Tourismusindustrie für die Ausweitung aus. Die Neuerung soll für die Ferienplanung der Jahre 2018 bis 2024gelten. Dieses Jahr starten die Sommerferien in Deutschland am 7. Juli mit Nordrhein-Westfalen und enden am 15. September mit Bayern. Bisher gilt für die Ferienplangestaltung ein Zeitrahmen zwischen dem 20. Juni und dem 15. September. Nach dem Willen der Länder-Regierungschefs sollen die Schul- und Wirtschaftsminister bei der Ferienplangestaltung einen Kompromiss finden, der Staus auf den Straßen vermeidet, den Bedürfnissen der Tourismusbranche entgegenkommt und gleichzeitig aber auch pädagogischen Gesichtspunkten Rechnung trägt. Aus Sicht der Kultusminister würde ein zu früher Ferienstart bereits Anfang Juni  die Unterrichtszeit von den Weihnachtsferien bis zum Sommer zu stark verkürzen und den  Prüfungsstress verschärfen. dpa/lsw