Baden-Württemberg: Lernbrücken – Nachhilfeprogramm für schwächere Schüler geht los

Bereits zwei Wochen vor Schulbeginn beginnen in Baden-Württemberg schwächere Schüler mit Nachhilfekursen für das neue Schuljahr. Die sogenannten Lernbrücken sollen von Montag an Wissenslücken aus der Corona-Zeit schließen. Unter anderem richtet sich das Angebot an Schüler, die während des coronabedingten Schulausfalls Probleme mit dem Unterricht zu Hause hatten, oder an diejenigen, die im vergangenen Schuljahr fast sitzengeblieben wären. Landesweit bekommen etwa 61 500 Kinder und Jugendliche die staatliche Nachhilfe. An den allgemeinbildenden Schulen wie Grundschulen und Gymnasien sowie an Berufsschulen erklären in den kommenden zwei Wochen und landesweit 6550 Lehrer Mathe-Aufgaben und üben mit den Schülern die deutsche Grammatik. Die Lehrer erhalten für jede geleistete Zeitstunde 40 Euro. Täglich fallen für die Nachhilfeschüler vier Stunden mit jeweils 45 Minuten an – eine halbe Stunde wird als Pause angesetzt. Gegen die Idee, Schüler in den Sommerferien zu fördern, spricht aus Sicht des Landesverbands der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nichts. Doch die Konzentration auf die Fächer Deutsch und Mathematik reiche nicht aus. Und Schüler, die bereits in der Vergangenheit nicht erreicht wurden, hätten in den Sommerferien kaum Interesse, Deutsch und Mathe zu büffeln. Auch die auf dem Land lebenden Kinder und Jugendliche könnten Probleme bekommen, wenn etwa Busse nicht führen. (dpa/kwi)