Baden-Württemberg: Städte im Land haben Weihnachtsmärkte noch nicht abgeschrieben

In Esslingen beginnt die Weihnachtsvorfreude: Es soll eine coronakonforme Alternative zum Mittelalter- und Weihnachtsmarkt geben. Das hat diese Woche das Unternehmen Esslingen Markt und Event (EME) entschieden, das sich für die Stadt um Großveranstaltungen kümmert. Allerdings wird es sich um eine abgespeckte Version der Veranstaltung handeln, sagte EME-Chef Michael Metzler am Freitag der dpa – mit 70 Ständen anstatt wie sonst mit rund 160. So wie in Esslingen ringen Städte im ganzen Land um Lösungen.

Mark Roschmann, Landesvorsitzender des Schaustellerverbands, ist froh darum: «Es ist ein Lichtblick, und zwar nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen, sondern vor allem für die Seele.» Es gebe Kollegen, die wegen Corona seit nunmehr acht Monaten nicht hätten arbeiten können und angesichts der Tatenlosigkeit zutiefst deprimiert seien. Roschmann hofft durch Vorreiter wie Esslingen, dass auch andere Städte nachziehen und ist überzeugt, dass die Märkte mit den richtigen Konzepten sicher durchgeführt werden können.

Dieser Ansicht ist man auch in Göppingen, wo derzeit an einem Konzept gearbeitet wird; in Ludwigsburg hingegen hat man wie in Esslingen bereits grünes Licht gegeben. Andere wie die Burg Hohenzollern und die Stadt Schwetzingen hingegen haben ihre Weihnachtsmärkte gestrichen. Und in Stuttgart will man sich Zeit lassen bis nach der Sommerpause, um dann eine Entscheidung zu treffen. (dpa/lsw/asc)