Berlin/Ludwigshafen: Konzerne waren Ziel mutmaßlich chinesischer Hacker – BASF betroffen

Mehrere Dax-Unternehmen, darunter die BASF, sind in den vergangenen Jahren Ziel von Ausspäh-Attacken mutmaßlich chinesischer Hackern geworden. Mindestens acht deutsche Firmen seien betroffen gewesen, davon sechs Dax-Konzerne, ergaben Recherchen von Bayerischem Rundfunk (BR) und Norddeutschem Rundfunk (NDR). Zudem sei rund ein Dutzend weiterer Unternehmen aus dem Ausland attackiert worden. Mehrere der Fälle waren bereits bekannt. BASF teilte am Mittwoch mit, die Attacke sei im Juli 2015 entdeckt und gestoppt worden. Es seien keine geschäftsrelevanten Informationen abgeflossen. Anfang April hatte der Chemie-Riese Bayer bestätigt, Opfer eines Cyber-Angriffs gewesen zu sein. Bereits seit Anfang 2018 habe es Anzeichen dafür gegeben, dass das Firmennetzwerk mit Schadsoftware der unter dem Namen Winnti bekannten Hackergruppe angegriffen wurde. IT-Sicherheitsexperten und deutsche Sicherheitsbehörden vermuten, dass die Gruppe aus China stammt. Gesicherte Erkenntnisse, wer sich dahinter verbirgt, gibt es nicht. BR und NDR hatten mit Hilfe von Wissenschaftlern der Ruhr-Uni Bochum Teile des Schadcodes analysiert. Darin hätten die Angreifer unter anderem vermerkt, gegen wen sie die Schadprogramme einsetzen wollten. (lrs/mj)