Biblis: Ministerin verteidigt Informationspolitik zum Abbau

Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) hat der Kritik widersprochen, über den geplanten Abbau des stillgelegten Atomkraftwerkes Biblis werde lückenhaft informiert. „Wir stellen so viel wie möglich zur Verfügung“, sagte Hinz am Donnerstag in Biblis.
„Das Ministerium betreibt eine aktive Informationspolitik. Allerdings gibt es Fragen, die kann nur der Betreiber RWE beantworten.“ Ein RWE-Sprecher sicherte zu, das Unternehmen könne sich offener zeigen. „Es gibt aber Dinge, die wir aus juristischen Gründen nicht veröffentlichen dürfen“, sagte er.
Hinz war zu einem Treffen des Informationsforums Biblis gekommen. In diesem Gremium sind die Gemeinde Biblis, der Kreis Bergstraße und Kommunen aus der Region ebenso vertreten wie Umweltverbände und Bürgerinitiativen.
Im vergangenen November hatten Umweltschützer einen Erörterungstermin über den Abbau verlassen. Sie fühlten sich bereits damals nicht detailliert genug informiert. Das nächste Informationsforum soll es am 16. April geben.
RWE rechnet damit, dass der Abbau des Kraftwerks einschließlich der Zeit für die Genehmigung mindesten 15 bis 20 Jahren dauern dürfte. Die beiden Reaktoren Biblis A und Biblis B waren 2011 stillgelegt worden.(dpa/lhe)