Biblis: Vorfall bei Rückbauarbeiten in AKW Biblis – „keine Gefährdung“

Bei Entsorgungsarbeiten im Block B des stillgelegten Atomkraftwerks Biblis hat es einen Zwischenfall mit einem Steuerelement gegeben. Dieses habe sich beim Hantieren unter Wasser aus der Transportvorrichtung gelöst und sei auf den Grund des sogenannten Nasslagerbeckens gesunken, teilte Kraftwerksbetreiber RWE mit. Der Vorfall ereignete sich demnach am 29. Januar. „Eine Gefährdung des Personals, der Umgebung oder der Anlage war damit nicht verbunden.“ Anlagenteile seien nicht beschädigt worden. Das Steuerelement sei gesichert und die Ursachenforschung eingeleitet worden. Der Zwischenfall wurde laut RWE in die Kategorie „normal“ eingestuft. Auf der internationalen Bewertungsskala für solche Ereignisse sei er der Stufe 0 – „keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung“ – zuzuordnen. Das AKW im südhessischen Biblis wird derzeit zurückgebaut. Seit dem vergangenen Jahr gibt es in den Reaktorgebäuden keine Brennelemente mehr. Die Steuerelemente werden nach Angaben eines RWE-Sprechers unter Wasser bearbeitet und verpackt, ehe sie entsorgt werden sollen. Der Rückbau des nach der Atomkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 stillgelegten Kernkraftwerks soll etwa 15 Jahre dauern. (lhe/mj)