Böhl-Iggelheim/Frankenthal: Tod von Erntehelfern war tragischer Unfall

Ein für drei polnische Ernthelfer tödlicher Badeunfall bei Böhl-Iggelheim war wohl ein tragischer Unfall, ein Fremdverschulden kann ausgeschlossen werden. Das geht aus der Obduktion der drei Leichen hervor. „Im Obduktionsgutachten gibt es überhaupt keine Hinweise auf ein strafrechtlich relevantes Ereignis“, sagte Kai Hempelmann von der Staatsanwaltschaft Frankenthal am Mittwoch. Ein Fremdverschulden könne ausgeschlossen werden. Die drei jungen Männer aus Polen – 22, 27 und 34 Jahre alt – waren in der Nacht zum 18. Juni in Kliniken gestorben. Retter hatten sie am Abend zuvor bewusstlos aus dem Niederwiesenweiher geborgen. Am Abend des Unfalls sollen die Erntehelfer Alkohol getrunken haben. Daher hatte die Staatsanwaltschaft auch ein Gutachten zum Alkoholkonsum in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse stehen aber noch aus, werden aber im Lauf der Woche erwartet, wie Oberstaatsanwalt Hempelmann der Deutschen Presse-Agentur sagte. Insgesamt fünf Erntehelfer hatten am Sonntagabend vor anderthalb Wochen in dem Weiher gebadet. Als drei von ihnen nicht mehr auftauchten, sollen die beiden anderen vergeblich versucht haben, sie zu retten. Die Vernehmung der Überlebenden sei mittlerweile abgeschlossen, hieß es.(dpa/mf)