Bonn/Ludwigshafen: EU-Geld soll Bahnstrecke Saarbrücken/Ludwigshafen flotter machen

Damit Schnellzüge auf der Bahnstrecke Paris-Frankfurt künftig noch flotter unterwegs sind, soll der Abschnitt Saarbrücken-Ludwigshafen ausgebaut werden. Die EU-Kommission fördert das mit bis zu 26,9 Millionen Euro, wie ihre Regionalvertretung in Bonn am Freitag mitteilte. Das sei rund ein Fünftel der geschätzten Gesamtkosten. Mit den Maßnahmen soll erreicht werden, dass die Züge auf bestimmten Abschnitten der Strecke Saarbrücken-Ludwigshafen künftig bis zu 200 Stundenkilometer schnell fahren können, derzeit ist dort maximal Tempo 160 möglich. Das soll die Fahrtzeit laut Deutscher Bahn auf diesem Abschnitt um etwa 17 Minuten verringern und die Verbindung Paris-Frankfurt zu einer Alternative zum Flugzeug machen. Derzeit brauchen die Züge von Paris nach Frankfurt fast vier Stunden. Ende 2019 sollen die Arbeiten an der 128 Kilometer langen Strecke Saarbrücken-Ludwigshafen fertig sein. Derzeit wird zwischen Neustadt/Weinstraße und Böhl-Iggelheim sowie im Bahnhof Kindsbach und im Bereich des Güterbahnhofs Einsiedlerhof (Abschnitt Landstuhl – Kaiserslautern) gearbeitet. Zum Programm gehört unter anderem, die Oberleitung sowie die Leit- und Sicherungstechnik der Strecke zu erneuern und den Gleis-Untergrund zu stabilisieren, etwa mit Zement. (dpa/lrs)