Bruchsal: Häftling der JVA laut Gutachten verhungert

Der in Bruchsaler Einzelhaft gestorbene Häftling ist verhungert. Wie die Staatsanwaltschaft Karlsruhe am Mittwoch mitteilte, starb der Mann „aufgrund einer Mangel- bzw. Unterernährung“. Das habe ein Gutachten der Rechtsmedizin Heidelberg ergeben. Die Behörde leitete ein Verfahren
wegen fahrlässiger Tötung gegen den suspendierten Anstaltsleiter ein sowie gegen eine Ärztin, die den Gefangenen medizinisch betreut hatte. Der Mann war am 9. August nach zweijähriger Einzelhaft tot in seiner Zelle gefunden worden. Zuvor hatte er lange die Nahrung verweigert und sich nur noch von eingeweichtem Müsli ernährt. Zuletzt wog er noch 57 Kilogramm bei einer Größe von 1,85 Metern.(dpa/lsw)