Bruchsal: Toter Häftling hatte Methadon im Blut

Der in seiner Zelle gestorbener Häftling hat nach dem vorläufigen Ergebnis der Obduktion den Heroin-Ersatzstoff Methadon zu sich genommen. Wie der 22-Jährige im Gefängnis Bruchsal an dieses Mittel gelangte, sei unklar, teilte die Staatsanwaltschaft Karlsruhe am Donnerstag mit. Die Untersuchung am rechtsmedizinischen Institut der Universität Heidelberg konnte die Frage nach der Todesursache noch nicht beantworten. Anzeichen für eine äußere Gewalteinwirkung gebe es aber nicht. Der 22-jährige Mann war am Mittwochmorgen leblos aufgefunden worden. Er war seit November 2012 wegen mehrerer Fälle von Körperverletzung inhaftiert, seit Anfang Januar saß er in Bruchsal ein. Der Häftling befand sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft „unter Dauerbehandlung mit Medikamenten“. Die Ermittler wollen untersuchen, ob dieser Umstand bei dem Todesfall eine Rolle gespielt hat. Dazu wurden auch feingewebliche und chemisch-toxikologische Untersuchungen am Körper des Toten angeordnet. (dpa/lsw)