Brühl: Warnstreiks in Supermärkten

 

Beschäftigte von Real-Super ärkten haben in sechs baden-württembergischen Städten und Gemeinden die Arbeit niedergelegt. Kunden hätten am Samstag beim Einkauf in Brühl (Rhein-Neckar-Kreis), Donaueschingen (Schwarzwald-Baar-Kreis), Oberndorf (Kreis Rottweil), Villingen-Schwenningen, Singen und Tuttlingen mit Wartezeiten an Kassen und Verkaufsständen rechnen müssen, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Stephan Weis-Will. In Brühl sei mit 30 Beschäftigten am Morgen bereits mehr als die Hälfte der Tagesbelegschaft in einen ganztägigen Ausstand getreten. Die Märkte sollten voraussichtlich weiter geöffnet bleiben, die Geschäftszeiten von 7.00 bis 22.00 Uhr blieben gleich. Am Freitag hatte es Warnstreiks in elf Real-Supermärkten in Baden-Württemberg gegeben. Mit den Ausständen will die Gewerkschaft Druck auf die Tarifverhandlungen ausüben, die am 7. April fortgesetzt werden sollen. Die Handelskette, die zum Konzern Metro (Düsseldorf) gehört, war im vergangenen Sommer aus der Tarifbindung des Einzelhandels ausgetreten und fordert unter anderem Einschnitte beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie eine Absenkung von Zuschlägen. „Es herrscht Empörung über den Haustarifvertrag“, sagte Weis-Will. Deshalb sei die Warnstreikbeteiligung auch sehr hoch. Über weitere Aktionen in der kommenden Woche soll noch entschieden werden. Bei Real sind bundesweit rund 38 000 Menschen beschäftigt, etwa 4000 in Baden-Württemberg. (dpa)