Buchen/Bad Mergentheim: Streit um Hotelzimmer für Alexander Gauland

Der Bundestagswahlkampf birgt für Politiker so manche Tücken. Jetzt gibt es Wirbel um ein abgelehntes Hotelzimmer für AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland. Er wird am 16. September zu einer Wahlkampfveranstaltung in Buchen erwartet. Übernachten wollte er in Bad Mergentheim. Doch für das Hotelzimmer kassierte er eine Absage. Daraufhin warfen Vertreter der AfD der Geschäftsleitung im Netz unter anderem „antidemokratisches Verhalten“ vor und es fielen Zitate wie: „Ihr Verhalten erinnert an die vielen Mitläufer in der dunkelsten Zeit unserer Geschichte, als es hieß: „Kauft nicht bei Juden“.“ Eine Sprecherin des Zentralrats der Juden sagte, ein solcher Vergleich verbiete sich in jeglicher Hinsicht. Das betroffene Hotel erklärte auf Facebook: „Als Unternehmer dürfen wir im Rahmen unseres Hausrechts entscheiden, wen wir beherbergen und bewirten. Die rechtspopulistische AfD beklagte wiederholt auch Absagen bei der Suche nach Räumen für Tagungen und Parteitagen. (asc)