Chemieindustrie: Auslandsgeschäft drückt Umsatz

Ein abgeschwächtes Auslandsgeschäft drückt die Umsätze der rheinland-pfälzischen Chemieindustrie. Die Erlöse
sanken in den ersten acht Monaten des Geschäftsjahres 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,2 Prozent auf 18,80 Milliarden Euro, wie die Chemieverbände Rheinland-Pfalz  in Ludwigshafen berichteten. Das sei das stärkste Minus seit dem
Krisenjahr 2009, sagte Hauptgeschäftsführer Bernd Vogler. Ausschlaggebend sei ausschließlich der Auslandsumsatz, der um sieben Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahreszeitraums liege. Grund sei neben einer geringeren Nachfrage in Europa die insgesamt schwierigere Lage, sie sich etwa an der Wachstumsschwäche in China und anderen Schwellenländern zeige. Eine Trendwende sei nicht in Sicht. Die Auftragseingänge sanken um 2,3 Prozent. Die Zahl der Mitarbeiter ging im Jahresschnitt um 0,8 Prozent auf 46 101 zurück.dpa/feh