Darmstadt: „Bombenleger von Viernheim“ muss in die Psychiatrie

Der vor Jahren als „Bombenleger von Viernheim“ verurteilte Mann kommt in die geschlossene Psychiatrie. Das entschied das Landgericht Darmstadt. Im August 2015 hatte der 52-Jährige in seiner Gefängniszelle Feuer gelegt. In dem Prozess bescheinigte ein Sachverständiger dem Angeklagten eine paranoide Schizophrenie mit Wahnvorstellungen. Im Prozess habe er keinerlei Einsicht gezeigt, sagte der Vorsitzende Richter. Er müsse untergebracht und zwangsweise behandelt werden.
Gegen das Urteil kündigte der Angeklagte Revision an.
Im Sommer 2009 hatte er Sprengsätze gegen zwei Häuser in Viernheim geworfen und sich dann fast 28 Stunden lang in seiner Wohnung voller Sprengstoff, Handgranaten, Munition und Waffen verschanzt. Dafür wurde er  im Juni 2010 in Darmstadt zu zwölf Jahren Haft verurteilt.(mf/lhe)