Darmstadt: Mehr Geld für Wirtschaftsstandort Odenwald gefordert

Der Wirtschaftsstandort Odenwald ist nachAnsicht der IHK Darmstadt Rhein Main Neckar in Gefahr, weil zu wenig in die Verkehrsinfrastruktur investiert wird. Die IHK sowie mehrere Landräte, Bürgermeister, Bundes- und Landtagsabgeordnete fordern die schwarz-grüne Landesregierung in einem parteiübergreifenden Positionspapier auf, mehr für den Ausbau der als „Odenwaldautobahnen“
bekannten Bundesstraßen 38 und 45 zu tun sowie die Kapazitäten der Odenwaldbahn auszubauen. Das teilte die IHK in Darmstadt mit. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten entwickle sich im Odenwald besser als im Landesdurchschnitt. Im Gegensatz dazu belegten Michelstadt und Erbach im Mittelzentrenranking der IHK jedoch im Punkt „Erreichbarkeit“ mit großem Abstand die beiden letzten Plätze. Die Verkehrsnetze seien überlastet, obwohl der Bundesverkehrswegeplan bis 2030 eigentlich ausreichend Mittel für
Infrastrukturprojekte im Odenwald bereitstelle. Die Prioritätenliste der Landesregierung konzentriere sich jedoch auf Brücken und
Autobahnen, ein großes Problem für den Odenwald, den einzigen hessischen Kreis ohne Autobahn.(dpa/lhe)