Der Barabarenschatz: Finder vor Gericht

Der Fund eines „Barbarenschatzes“ in der Pfalz hat ein gerichtliches Nachspiel. Ein junger Mann hatte die vermutlich aus dem fünften Jahrhundert stammenden Gold- und Silberobjekte ohne Erlaubnis ausgebuddelt. Seit heute steht der 23-Jährige in Frankenthal vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Unterschlagung vor, weil er nicht alles rechtzeitig und freiwillig herausgerückt haben soll. Sein Anwalt bestreitet das. Wissenschaftler feierten den Schatz vor gut einem Jahr als Sensation.
Die Fundstücke gelten als bundesweit einmalig. Der 23-Jährige war mit einer Metallsonde auf Schatzsuche gegangen. Ihm drohen bei einer Verurteilung eine Geldstrafe oder bis zu drei Jahre Haft. Angeklagt wurde der Mann eigentlich vor dem Amtsgericht Speyer. Aus Platzgründen wurde die Verhandlung ins Landgericht nach Frankenthal verlegt. dpa/feh