DFB-Pokal: 1899 Hoffenheim unterliegt VfL Wolfsburg

Nach Borussia Dortmund steht auch der VfL Wolfsburg im Halbfinale des DFB-Pokals. Die Niedersachsen setzten sich am Mittwochabend mit 3:2 (2:1) gegen die TSG Hoffenheim durch.

Durch zwei Strafstoß-Tore von Rodriguez (26./44. Minute) und einem Treffer von Dost (64.) gewannen die Niedersachsen am Mittwochabend das Bundesliga-Duell bei der TSG 1899 Hoffenheim mit 3:2 (2:1) und verhinderten den ersten Einzug der Kraichgauer in die Vorschlussrunde des Cup-Wettbewerbs. Für die TSG traf Roberto Firmino vor nur 13 347 Zuschauern in der 39. Minute und der ersten Minute der Nachspielzeit. Hoffenheim scheiterte dennoch zum sechsten Mal im Viertelfinale des DFB-Pokals.

Wolfsburg hat nun die Chance, das 1:6-Trauma aus dem Vorjahres-Halbfinale gegen den FC Bayern München aufzuarbeiten und erstmals seit 1995 wieder ins Endspiel von Berlin einzuziehen.

Fehlen wird im Semifinale allerdings Rodriguez, der in der 71. Minute wegen Zeitspiels die Gelb-Rote Karte sah. Seine erste Verwarnung hatte er kurz nach Seitenwechsel wegen eines taktischen Fouls gesehen.

Hoffenheim bestimmte mit mehreren Offensivaktionen die Anfangsphase. Die Wolfsburger waren damit beschäftigt Firmino, Kevin Volland und Co. in Schach zu halten. Erst nach einer Viertelstunde kamen die Gäste gefährlich vor das Hoffenheimer Tor. Nach einer Ecke von Rodriguez fand eine Kopfballverlängerung von Ivan Perisic keinen Abnehmer.

Als Kevin De Bruyne Jannik Vestergaard umkurven wollte, konnte der 1899-Verteidiger den Belgier nur mit einem Foul stoppen. Rodriguez ließ sich die ersten Elfmeterchance nicht nehmen und verwandelte wie schon am Bundesliga-Wochenende gegen Mainz souverän. Wolfsburg setzte nach. Ein Schuss von De Bruyne ging am Tor vorbei (30.).

Hoffenheim kam aber dank Firmino ins Spiel zurück. Der Brasilianer nutzte einen Fehlpass von Patrick Ochs, um in den Strafraum einzudringen. Seinen Schuss fälschte Robin Knoche unhaltbar ins eigene Tor ab.

Fünf Minuten später entschied Schiedsrichter Peter Gagelmann wieder auf Strafstoß – und hatte wieder recht. Niklas Süles Grätsche brachte Rodriguez zu Fall. Der Schweizer verwandelte ebenso sicher wie beim ersten Strafstoß. Maximilian Arnold hätte kurz vor der Pausenpfiff dann sogar noch erhöhen können, zielte aber über das Tor.

Auch in der zweiten Halbzeit war Wolfsburg das effizientere Team. TSG-Coach Markus Gisdol brachte Anthony Modeste, der am Wochenende in Freiburg einen Punkt retten konnte. Doch der VfL war nicht aus dem Tritt zu bringen. Dost blieb nach einem Wolfsburg-Angriff offenbar unbemerkt vom Gegner tief im Strafraum stehen. Bevor der Ball wieder in die Gefahrenzone kam, war der Niederländer aus dem Abseits geschlichen und schob zum dritten Treffer ein.

Hoffenheim warf nun alles nach vorne und hatte zunächst durch Sven Schipplock eine Riesenchance. Firmino traf kurz nach Ablauf der 90 Minuten und sorgte für eine packende Nachspielzeit. VFL-Schlussmann Diego Benaglio verhinderte aber den noch möglichen Ausgleich. (dpa/beh)