(Aktualisiert) Dossenheim/Heidelberg: Trinkwasser-Warnung ist aufgehoben – Blaue Verfärbung ist mineralischen Ursprungs und ungefährlich

Die Trinkwasserwarnung des Gesundheitsamtes Rhein-Neckar für Dossenheim und Heidelberg ist aufgehoben. Im Versorgungsgebiet eines Wasserwerks im Norden Heidelbergs war am heutigen Vormittag eine bläuliche Eintrübung des Wassers beobachtet worden. Die sofort eingeleiteten Untersuchungen sind nach Angaben der Stadt Heidelberg unkritisch. Es konnten keine Belastungen nachgewiesen werden. Das entsprechende Wasserwerk sei vom Netz genommen worden. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich um eine Verfärbung handelt, die auf der natürlichen Schwankungsbreite in der Zusammensetzung des Wassers beruhen. Das Leitungswasser kann ab sofort wieder in vollem Umfang verwendet werden.

Die Verunreinigungen des Trinkwassers in Dossenheim und den Heidelberger Stadtteilen Neuenheim und Handschuhsheim wurden nach ersten Erkenntnissen vom Wasserwerk Entensee ausgelöst. Das teilten die Stadtwerke in einer Pressekonferenz am nachmittag mit. Dort sei die bläuliche Verfärbung festgestellt worden. Deren Ursache ist jedoch noch nicht bekannt. In etwa zwei Stunden sollen erste Analyse-Ergebnisse vorliegen. Bisher seien keine körperlichen Beeinträchtigungen von Wasser-Verbrauchern bekannt geworden. Die eingeleiteten Sicherheitsvorkehrungen seien zur Vorsorge ergriffen worden, heisst es weiter. Definitiv betroffen von der Wasserverunreinigung ist den Angaben zufolge das Uni-Klinikum im Neuenheimer Feld.

Ursprungsmeldung am Vormittag:

Das Trinkwasser in Dossenheim und in den nördlichen Stadtteilen von Heidelberg ist verunreinigt. Das Gesundheitsamt warnt vor dem Verzehr. Das Wasser aus dem Hahn sei derzeit weder zum Trinken und Händewaschen noch zum Duschen geeignet. Nur zur Toilettenspülung könne es verwendet werden, heisst es. Nach Angaben des Landratsamtes des Rhein-Neckar-Kreises habe eine bisher nicht identifizierte Substanz zu einer Blaufärbung des Trinkwassers geführt. Die Ursache sei noch nicht geklärt, Analysen von Wasserproben seien eingeleitet worden. Den Einwohnern wird empfohlen, sich einen Vorrat an Trink- und Brauchwasser anzulegen. Betroffen ist unter anderem das Universitätsklinikum Heidelberg. Derzeit tagt dort ein Krisenstab, um Maßnahmen zu planen. Das Catering-Unternehmen Ehrenfried hat die Auslieferung vorsichtshalber gestoppt: es liefert täglich 7000 Schulmahlzeiten und Essen auf Rädern in der Region. Die Trinkwasserversorgung in Mannheim ist nach Angaben der MVV nicht beeinträchtigt, da es keinerlei Anbindung zu dem betroffenen Wasserwerk in Heidelberg gebe.(mho)