Edenkoben: Pfälzerwald-Verein diskutiert über Zukunft – Austritt aus Dachverband?

In der Diskussion um den möglichen Austritt des traditionsreichen Pfälzerwald-Vereins (PWV) aus dem Deutschen Wanderverband treffen sich beide Seiten an diesem Donnerstag zur Aussprache. „Ich erwarte, dass es einen sachlichen Austausch über Für und Wider des Austritts gibt“, sagte der PWV-Vorsitzende Martin Brandl vor dem Treffen in Edenkoben. Er befürwortet einen Austritt und erwartet von der Gegenseite eindeutige Argumente zum Verbleib in dem bundesweiten Verband. „Ich nehme an, dass ich bei dieser Sitzung Argumente hören werde“, meinte Brandl. Hingegen plädiert zum Beispiel Mark Neckel, der Vorsitzende der PWV-Ortsgruppe Kaiserslautern-Erlenbach, für einen Verbleib im Wanderverband. „Ich erwarte, dass Geschäftsführung und Vorstand ihre bisherige Argumentation auch einmal mit Belegen unterfüttern werden“, sagte er. „Den mir bekannten Verlautbarungen konnte ich noch keine Belege zu den ausstiegbegründeten Argumenten entnehmen.“ Ein möglicher Austritt werde auch nach dem Treffen nicht endgültig feststehen, sagte Neckel. „Bei der Mitgliederversammlung im nächsten Jahr kann der Antrag auf Rückkehr in den Wanderverband gestellt werden.“ Brandl bestätigte dies: „Die Mitgliederversammlung wird das entscheiden.“ Es gebe zwar eine lebhafte Diskussion, aber gespalten sei der Verein nicht, betonen Vertreter beider Seiten. „Letztendlich sind alle Beteiligten weiter im Gespräch“, betonte Neckel. Befürworter des Austritts sind unter anderem der Ansicht, der Pfälzerwald-Verein könne alles Nötige selbst organisieren – das sei auch kostensparend. Unterstützer eines Verbleibs betonen hingegen etwa die vielen Weiterbildungsmöglichkeiten beim Dachverband. Der 1902 gegründete PWV unterhält rund 100 Hütten und umfasst etwa 200 Ortsgruppen – auch in Rheinhessen und im Saarland. Der Verein mit Hauptgeschäftsstelle in Neustadt/Weinstraße hat 25 000 Mitglieder. (dpa/lrs/asc)