Edenkoben/Rülzheim: In der Südpfalz streikt die Müllabfuhr – 20.000 Haushalte bleiben auf ihrem Abfall sitzen

In der südlichen Pfalz sind am Morgen um fünf Uhr Mitarbeiter des Entsorgungsunternehmens Suez Süd in einen Warnstreik getreten. Rund 20 000 Haushalte in den Kreisen Südliche Weinstraße, Germersheim und in Landau bleiben wohl vorerst auf ihrem Müll sitzen, wie Verdi-Sekretär Christian Hartard mitteilte. Die Gewerkschaft hatte die rund hundert Mitarbeiter dazu aufgerufen, ihre Arbeit an den Standorten in Edenkoben (Kreis Südliche Weinstraße) und Rülzheim (Kreis Germersheim) niederzulegen. Die Fahrer und Lader trafen sich vor den Toren der beiden Betriebe und versammelten sich von sechs Uhr an zu einer Streikkundgebung in Rülzheim. Mit dem Ausstand will Verdi den Druck im Streit um einen regionalen Tarifvertrag für die Müllwerker an den Betriebsstandorten Edenkoben und Rülzheim erhöhen. Bislang habe der Arbeitgeber in drei Verhandlungsrunden kein akzeptables Angebot gemacht, sagte Hartard. Verdi fordert einen Tarifvertrag für ein Jahr mit einer monatlichen Entgelterhöhung von sechs Prozent. Für Azubis soll es 200 Euro mehr geben. Falls auch weiterhin kein Konsens gefunden wird, plant die Gewerkschaft weitere Warnstreiks. Das Entsorgungsunternehmen Suez Süd unterhält weitere Standorte unter anderem in Knittlingen, Heilbronn, Bruchsal und Asperg in Baden-Württemberg. „Die werden vermutlich in den nächsten Wochen dran sein“, kündigte Hartard an. (dpa/lrs/asc)