Eiskunstlauf: Verband korrigiert „Überreaktion“ gegen Weinzierl

Das Präsidium der Deutschen Eislauf-Union (DEU) hat die Sanktion gegen die deutsche Vize-Meisterin Nathalie Weinzierl bei den Europameisterschaften in Bratislava (Slowakei) aufgehoben und damit eine Entscheidung des Leistungssportreferenten Volker Herrmann rückgängig gemacht. Die Athletin des Mannheimer ERC hatte bei einer Mannschaftssitzung um 21 Uhr gefehlt, ohne sich bei der Teamleitung abzumelden. Begründet hatte die 21-Jährige ihre Abwesenheit damit, dass sie früh zu Bett gegangen war, weil sie am nächsten Morgen um sechs Uhr aufstehen musste. Weinzierl wurde von Herrmann deshalb aufgefordert, ihre Teamkleidung zurückzugeben. Beim Wettkampf am Mittwoch trug sie deshalb ihre Jacke der Olympischen Spiele in Sotschi 2014.“Es war eine Überreaktion meines noch jungen Mitarbeiters. Überdies hätte ein solche Bestrafung nie von einer einzelnen Person ausgesprochen werden dürfen“, sagte DEU-Sportdirektor Udo Dönsdorf. Auf dem Eis behielt die Studentin trotz allem die Nerven. Nach dem Kurzprogramm ging die Frankenthalerin als Siebte in die Kür am Freitag. (wg)