Eulen: Heimsieg gegen Bietigheim

Die TSG Ludwigshafen-Friesenheim hat ihren 3. Saisonsieg unter Dach und Fach gebracht: In einem hart umkämpften Spiel rangen die Eulen Mitaufsteiger Bietigheim mit 26:20 nieder (9:7). Von Anfang an ging es rustikal zur Sache zwischen den beiden Kontrahenten im Tabellenkeller der Handball-Bundesliga. „In der ersten Halbzeit waren wir in der Abwehr stark, aber im Angriff schwach“, analysierte Friesenheims Trainer Thomas König, der sich gleich über mehrere verworfene Siebenmeter ärgerte. Seine Mannschaft sei nervös gewesen, zumal sich die Schwaben zu Saisonbeginn mit drei Nationalspielern verstärkt hätten. „Die wollen unbedingt drin bleiben. Und wir haben sie geschlagen“, resümierte König mit Genugtuung. Vor allem in der zweiten Hälfte ging seine Mannschaft konsequenter zu Werke – die 17 Tore nach dem Wechsel begeisterten die 1760 Zuschauer in der Ebert-Halle. Dennoch stand das Spiel lange auf der Kippe, erst in den letzten zehn Minuten zogen die Eulen davon. Bester Torschütze bei den Pfälzern war Stephan Just mit acht Treffern,gefolgt von Philipp Grimm, der vier Mal traf. Für den Kapitän, dessen Einsatz bis kurz vor Beginn der Partie fraglich gewesen war und der auf die Zähne biss, hatte der Coach ein Sonderlob parat: „Philipp hat heute sein bestes Spiel in dieser Bundesliga-Saison gemacht“. Ein weiterer Garant des Erfolgs war einmal mehr Torwart Kevin Klier, der mit phantastischen Reaktionen selbst die besten Chancen der Schwaben zunichte machte. Trotz aller Erleichterung – ein wenig rollte König dann doch noch mit den Augen. „Mit einem Sieg gegen Wetzlar hätten wir acht Punkte und wären im Soll“, trauerte der Trainer der blutleeren Vorstellung vergangene Woche nach. (wg)