Eulen: Sportchef hat die Nase voll

Die monatelangen Querelen beim Handball-Bundesligisten TSG Ludwigshafen-Friesenheim fordern ein weiteres Opfer. Uli Spettmann, der Sportliche Leiter der abstiegsbedrohten Pfälzer, wirft am Saisonende die Brocken hin. Das berichtet die Tageszeitung „Rheinpfalz“.

„Ich bin an einem Punkt angekommen, an dem man sieht, das es keinen Sinn mehr ergibt, weiterzumachen“, sagt der 39jährige. Nach Geschäftsführer Werner Fischer und Jugendkoordinator Martin Röhrig ist Spettmann bereits der dritte Funktionär im heillos verkrachten Ensemble, der hinwirft. Darüber hinaus verlässt Günther Gleich das Gesellschaftergremium im Sommer. Sechs Jahre war Spettmann als Sportchef tätig, davor trug er 15 Jahre das Eulen-Trikot, lange Zeit als Kapitän der Mannschaft.

Der zweite Aufstieg in die oberste Spielklasse hat der TSG nicht gut getan. Trainer Thomas König und Geschäftsführer Werner Fischer können schon seit Monaten nicht mehr miteinander (König: „Hat irgendeiner mitgekriegt, dass wir in der 1. Liga spielen?“), Hauptsponsor Südzucker fährt sein Engagement spürbar zurück, weshalb viele Spieler, darunter mehrere Leistungsträger, den Verein am Saisonende ebenfalls verlassen. Und die sieben Mitglieder des Gesellschaftergremiums sind sich auch schon lange nicht mehr grün, in der Frage des Nachfolgers für Fischer krachte es richtig. Spettmann, bekannt für seine Loyalität, scheiterte mit seinen Bemühungen um Ausgleich zwischen den Fronten. Für die Spieler sei er aber nach wie vor da. „Wenn sie es wünschen, werde ich ihnen auch weiter helfen“. An seinem Entschluss freilich ändere das nichts. (wg)