FCK: Erneuter Rückschlag

Kaiserslautern (dpa) – Der 1. FC Kaiserslautern hat im
Aufstiegskampf einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Die „Roten
Teufel“ verloren am Sonntag gegen den VfR Aalen 1:2 (0:1) und
verpassten damit den Vorstoß auf Rang zwei. „Wir werden nicht
aufgeben. Wir sind weiterhin im Spiel“, sagte Lauterns Trainer Kosta
Runjaic nach der nun dritten Pleite gegen den Angstgegner. „Wir haben
verloren und müssen damit leben.“
Innenverteidiger Benjamin Hübner mit einem wuchtigen Kopfball nach
einer Ecke (24. Minute) und der finnische Nationalspieler Joel
Pohjanpalo mit einem strammen Linksschuss (54.) erzielten die Tore
für den schwäbischen Fußball-Zweitligisten. Karim Matmour gelang vor
25 430 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion aus dem Gedränge heraus nur
noch der Anschlusstreffer (68.).
Der VfR feierte nach fünf sieglosen Spielen in Serie einen
wichtigen Erfolg im Kampf um den Klassenverbleib. „Für mich war das
keine so große Überraschung“, sagte Trainer Stefan Ruthenbeck. Robert
Lechleiter bekannte: „Uns ist ein Stein vom Herzen gefallen. Das ist
sensationell.“ Kaiserslautern scheine „unser Lieblingsgegner“ zu
sein, sagte der Stürmer angesichts des nun dritten Siegs gegen den
ehemaligen Erstligisten.
Für den 1. FCK war es die dritte Niederlage im vierten Heimspiel.
Runjaic nannte „eigene Doofheit“ und „viele individuelle Fehler“ als
Gründe für diesen Negativlauf. Zudem habe es Aalen geschickt gemacht.
„Ich weiß nicht, was mit uns los ist“, meinte Matmour. Zudem haderte
der algerische Nationalspieler mit einigen Entscheidungen von
Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus: „Wir hätten zwei Elfmeter
bekommen müssen.“
Kaiserslautern fehlte in der Offensive ohne sein 18-Tore-Duo Simon
Zoller (verletzt/10 Treffer) und Mohamadou Idrissou (erstmals nicht
im Kader/8) die Durchschlagskraft. Die Pfälzer bestimmten in der
ersten Halbzeit zwar weitgehend die Partie, spielten ihre Angriffe
aber nicht konsequent zu Ende. Aalen beschränkte sich auf Konter.
Dabei verpasste Daniel Buballa die große Möglichkeit, auf 2:0 zu
erhöhen (44.). Kaiserslautern hatte auch nach dem Seitenwechsel
mehrere hochkarätige Chancen, aber mehr als das 1:2 gelang nicht.
„Ich möchte wissen, wie viele Chancen wir brauchen, um früher ein Tor
zu schießen“, kritisierte Marc Torrejón die Abschlussschwäche.