FCK: Gütetermin im Streitfall Kaiserslautern/Gerry Ehrmann ohne Ergebnis

Der Rechtsstreit zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und seinem frühen Torwarttrainer Gerry Ehrmann zieht sich weiter hin. Beim Gütetermin vor dem Arbeitsgericht Kaiserslautern fanden beide Parteien am Freitag „keine abschließende Lösung“, wie das Gericht mitteilte. Für den 24. November (11.00 Uhr) wurde ein Kammertermin festgelegt. Die Causa könnte sich jedoch noch weiter in die Länge ziehen, da der viermalige deutsche Fußball-Meister und heutige Drittligist einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt hat. Bei der Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit war Ehrmann anwesend, wollte sich anschließend aber nicht dazu äußern. Der FCK hatte den am Saisonende ausgelaufenen Arbeitsvertrag mit dem 61-Jährigen am 6. März fristlos gekündigt. Ehrmann geht davon aus, dass für seinen Vertrag nach 24 Jahren im Verein keine Befristung mehr gilt und der Traditionsclub ihn weiter beschäftigen muss. Ein Urteil könnte weitreichende Folgen haben: Sollte Ehrmann Recht bekommen, könnten auch Betreuer anderer Vereine die Entfristung ihres Vertrages einfordern. Ehrmann, der von 1984 bis 1998 mehr als 300 Spiele für die Roten Teufel bestritt und als Torwarttrainer auf dem Betzenberg unter anderen Kevin Trapp, Tim Wiese und Roman Weidenfeller zu einer Karriere in der Bundesliga und der Nationalmannschaft verhalf, hatte bereits nach seiner Freistellung juristische Schritte angekündigt. Der FCK begründete die Trennung von Ehrmann, der von den Fans als Kultfigur verehrt wird, mit Verfehlungen des früheren Bundesliga-Torwarts. Diese hätten sich auf das Trainer- und weite Teile des Funktionsteams ausgewirkt. Ehrmann widersprach dem. „Der FCK wird auch weiterhin den Austausch mit Gerry Ehrmann in diesem Zusammenhang suchen. Nach wie vor ist dem FCK sehr daran gelegen, eine einvernehmliche Lösung mit Gerry Ehrmann zu erzielen“, teilte der Verein am Freitag mit. (dpa/mj)