FCK: In Cottbus in die Krise

Cottbus (dpa/lrs/wg).  Der 1.FC Kaiserslautern steckt in einer handfesten Krise:  Nach einer schwachen Vorstellung beim Tabellenletzten Energie Cottbus haben die Pfälzer   den
nächsten Dämpfer im Aufstiegs-Rennen der 2. Fußball-Bundesliga hinnehmen müssen. Die Roten Teufel kassierten am Freitagabend beim 0:1 (0:1) bereits die dritte Niederlage in Serie und drohen als Tabellensiebter den Anschluss an die Spitze zu verlieren. Sven Michel (3. Minute) bescherte den Lausitzern den ersten Sieg seit 13 Spielen und Neu-Trainer Jörg Böhme damit einen perfekten Einstand. „Wir sind um ein enttäuschendes Erlebnis reicher. Jetzt weht uns ein frischer Wind ins Gesicht“, stellte FCK-Vorstandsboss Stefan Kuntz fest. Mit 34 Zählern liegen die Pfälzer schon fünf Punkte
hinter dem direkten Aufstiegsplatz zwei, den der SC Paderborn (39) zumindest bis zum Sonntag eroberte. Dann können die Verfolger aus Fürth (37) und Karlsruhe (36) mit Siegen vorbeiziehen und die Aufgabe für den FCK weiter erschweren.

Cottbus erwischte vor 8255 Zuschauern im Stadion der Freundschaft einen optimalen Start: Michel, der als einer von sechs Spielern neu in die Startelf gerückt war, traf mit einem wuchtigen Schuss aus gut 25 Metern. Gäste-Torwart Tobias Sippel machte dabei keine glückliche Figur. „Es passt zur Situation, dass der Ball Tobi über die Hände
rutscht“, meinte Kuntz. Von dem Schock erholten sich die Pfälzer nur langsam. „Der frühe
Rückstand hat dem Gegner natürlich in die Karten gespielt. Danach war es ein zerfahrenes Spiel“, analysierte Kaiserslauterns Trainer Kosta Runjaic. Mit zunehmender Spielzeit dominierte der FCK die Partie, Chancen blieben jedoch weitgehend aus. Lediglich Karim Matmour sorgte vereinzelt für Gefahr. „Das war eine schlechte Auswärtsleistung“, kritisierte Kuntz.

Kurz vor dem Abpfiff hätte Mohamadou Idrissou den Gästen zumindest einen Punkt retten können, doch der Stürmer verzog aus Nahdistanz. „Die Spieler sind stark verunsichert. Es ist eine schwierige Situation“, meinte Kuntz. „Es bringt aber nichts, jetzt öffentlich draufzuhauen.“ Ähnlich sah es Runjaic: „Wir müssen weiter arbeiten,
an uns glauben und diese Phase überstehen.“