FCK: Nur unentschieden beim KSC

Karlsruhe (dpa) – Mit einem späten Remis im Südwestderby haben der
Karlsruher SC und der 1. FC Kaiserslautern wertvolle Punkte im
Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga verschenkt. Dimitrij Nazarow
traf am Samstag in der 89. Minute zum verdienten 2:2 (1:0)-Endstand
für den KSC. Der Spanier Manuel Torres hatte den Aufsteiger in der
26. Minute in Führung gebracht. Anschließend schoss aber der
ehemalige Karlsruher Simon Zoller seine Saisontore 12 und 13 für den
FCK (54./67.).
Für die Lauterer war der späte Ausgleich bereits der zweite
Rückschlag binnen vier Tagen im Aufstiegsrennen. Der Rückstand auf
Platz zwei beträgt jetzt sechs statt nur vier Punkte.
„Ergebnistechnisch und punktetechnisch können wir nicht zufrieden
sein“, sagte Lauterns Trainer Kosta Runjaic nach einem Sieg und zwei
Remis in der Englischen Woche. Mit seinen Spielern ging er hart ins
Gericht: Nur die Hälfte der Spieler habe in der ersten Halbzeit
richtig mitgezogen, „die andere Hälfte konnte oder wollte
nicht“. Sein Kollege Markus Kauczinski war rundum zufrieden mit
seinem Team und wollte nichts vom endgültig verpasstem Aufstieg
hören: „Wir können in den Spiegel schauen, wir haben alles gegeben.
Wir wissen, wo wir herkommen. Wir sind Aufsteiger und kämpfen mit
’ner Steinschleuder“.
Auf dem Rasen ging es zeitweilig sehr hitzig zu. Fast aus dem
Nichts gegen die zunächst überlegenen Lauterer fiel das 1:0: Der
Spanier Torres düpierte mit einem Heber Schlussmann Tobias Sippel. Im
Duell der Ex-Bundesligisten vergab Selcuk Alibaz unmittelbar nach der
Pause die Chance zum 2:0 und patzte dann beim Ausgleich durch Zoller.
Der 22-jährige FCK-Stürmer traf dann erneut, zog dann sein Trikot mit
der Nummer 9 aus und zeigte es stolz dem Publikum. Am Ende war aber
auch er bitter entäuscht: „Das fühlt sich ein bisschen wie eine
Niederlage an“.