FCK: Sieg gegen Sandhausen beendet Krise

Kaiserslautern (dpa) – Die Erleichterung beim 1. FC Kaiserslautern
über das Ende der Ergebniskrise war riesengroß. Nach drei Niederlagen
in Serie feierten die Roten Teufel mit dem 2:1 (0:1) gegen den SV
Sandhausen endlich wieder ein Erfolgserlebnis und meldeten sich im
Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga zurück. „Es ist eine große
Last von uns genommen worden. Die Fans sind in der zweiten Halbzeit
umgeschwenkt und haben uns getragen“, stellte FCK-Trainer Kosta
Runjaic erleichtert fest.
Dank einer enormen Steigerung nach der Pause kamen die Roten
Teufel am Freitagabend durch den elften Saisontreffer von Simon
Zoller in der 60. Minute und ein Eigentor von Daniel Schulz (73.) zu
drei Punkten. „Wir hatten zuletzt oft Pech, warum sollten wir nicht
auch mal Glück haben“, kommentierte Runjaic den Siegtreffer. Danny
Blum (10.) hatte die Gäste vor 24 584 Zuschauern in Führung gebracht.
Mit 37 Punkten rückte Kaiserslautern zumindest vorübergehend auf Rang
fünf vor. Sandhausen (31) bleibt Neunter.
Die Pfälzer liefen dem frühen Rückstand zunächst planlos
hinterher. Im Mittelfeld fehlte es an Kreativität, im Angriff an der
nötigen Durchschlagskraft. „Die Verunsicherung war mit Händen zu
greifen“, analysierte Runjaic. Zur Halbzeit gab es zurecht Pfiffe der
Fans.
„Wir haben uns in der Kabine vorgenommen, Gas zu geben. Wir freuen
uns, dass wir das Spiel drehen konnten“, erklärte Stürmer Srdjan
Lakic und räumte ein: „Wenn wir verloren hätten, wäre das eine
Katastrophe gewesen.“
Runjaic reagierte in der Pause und brachte Mohamadou Idrissou als
dritten Stürmer. Dies zahlte sich aus, denn der Kameruner bereitete
den Ausgleich von Zoller vor. Der 22 Jahre alte Torschütze krönte
damit sein ansprechendes Comeback nach mehr als zweimonatiger
Verletzungspause. „Da hat man seine Qualität gesehen“, lobte Runjaic.
Kurz zuvor hatte FCK-Keeper Tobias Sippel sein Team bei einem
Kopfball von Blum vor dem 0:2 bewahrt. Auch in der Schlussminute
musste Sippel noch einmal eingreifen, als er gegen Tim Kister den
Sieg festhielt.
„Mir sind viele Steine vom Herzen gefallen. Nach dem frühen
Rückstand habe ich gedacht, ich drehe durch. Aber in der Halbzeit
haben wir uns gesagt: Scheiß drauf, schlimmer kann es nicht werden“,
berichtete Abwehrspieler Chris Löwe und stellte mit Blick auf das
Topspiel am 17. März gegen Tabellenführer 1. FC Köln erleichtert
fest: „Jetzt müssen wir die nächsten Tage mal nicht über eine
Niederlage nachdenken.“