FCK: Sportlich fast durch, wirtschaftlich am Ende?

Der vierte Saison-Heimsieg hat die sportlichen Sorgen beim 1. FC Kaiserslautern im Existenzkampf der 3. Fußball-Liga vorerst vertrieben. Nach dem 2:0 (0:0) gegen den Chemnitzer FC haben sich die Pfälzer mit 44 Punkten etwas von der Abstiegszone abgesetzt und im Tabellenmittelfeld etabliert. „Alles in allem bin ich sehr zufrieden“, sagte FCK-Trainer Boris Schommers. Der 41-Jährige bewies am Samstag ein glückliches Händchen mit seinen Einwechslungen. Mit Lucas Röser (66. Minute) und Manfred Starke (76.) trafen zwei Spieler, die kurz zuvor von der Bank gekommen waren. „Für beide hat es mich sehr gefreut – man muss immer daran glauben und arbeiten, dann erhält man irgendwann seine Chance und nutzt sie auch“, stellte Schommers zufrieden fest.

Allerdings hatten die Roten Teufel auch Glück, denn vor der Pause vergab Philipp Hosiner (40.) auf kuriose Art einen Foulelfmeter. Der Top-Torjäger der Gäste rutschte bei der Ausführung aus und schoss sich den Ball an das eigene Standbein. „Es war wichtig, mit dem 0:0 in die Halbzeit zu gehen“, resümierte Schommers. Nach Wiederbeginn dominierten dann die Pfälzer und hätten noch viel höher gewinnen können. Christian Kühlwetter, Philipp Hercher, der erneut starke Anas Bakhat oder Hendrick Zuck vergaben jedoch beste Chancen. „Da müssen wir endgültig den Deckel drauf machen. Wir sind aber noch nicht effektiv genug, um so ein Spiel ruhig zu Ende zu bringen“, befand Schommers.

Sportlich kann der FCK nun langsam mit einer weiteren Drittliga-Saison planen. Wie es wirtschaftlich bei dem mit rund 20
Millionen Euro verschuldeten Traditionsverein weitergeht, wollen die Verantwortlichen voraussichtlich an diesem Montag mitteilen. (dpa)