Frankenthal: Im Torun-Prozess alle Plädoyers gehalten

Im Doppelmord-Prozess am Frankenthaler Landgericht, in dem es auch um den gewaltsamen Tod des Ludwigshafener Unternehmers Ismail Torun geht, sind die Plädoyers beendet. Alle drei – von Staatsanwaltschaft, Nebenklage und Verteidigung – fanden hinter verschlossenen Türen statt. Im Prozess gegen ein Trio, das zwei Unternehmer entführt, erpresst und ermordet haben soll, wie sdie Verteidigung am heutigen Freitag die Mordvorwürfe zurück und beantragte eine Verurteilung lediglich wegen der Raub- und Erpressungsdelikte. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft gefordert, die Angeklagten wegen Mordes und erpresserischen Menschenraubs mit Todesfolge zu lebenslanger Haft zu verurteilen sowie die besondere Schwere der Schuld festzustellen. Das Verfahren soll an diesem Montag in nichtöffentlicher Verhandlung fortgesetzt werden. Dabei erhalten die Angeklagten die Gelegenheit zu Schlussvorträgen. Ein Urteil könnte demnach am nächsten Freitag fallen. Der Anklage zufolge sollen ein 38 Jahre und ein 49 Jahre alter Türke aus Ludwigshafen und eine 43-jährige Deutsche mit türkischen Wurzeln aus Stuttgart 2016 einen Geschäftsmann (64) aus dem nordbadischen Brühl entführt und ihm Geld abgepresst haben. Danach wurde der aus Ex-Jugoslawien stammende Mann erdrosselt. Das Trio soll auch einen Geschäftsmann (49) mit türkischen Wurzeln aus Ludwigshafen getötet haben. Er sei entführt und nach der Übergabe von 975 000 Euro erdrosselt worden. (mho)