Frankenthal: Mitarbeiter des Holiday-Parks wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

Nach dem tödlichen Unfall im Holiday-Park in Haßloch erhebt die Staatsanwaltschaft Frankenthal Anklage gegen drei Mitarbeiter. Sie müssen sich vor dem Amtsgericht Neustadt wegen fahrlässiger Tötung verantworten.
Mitte August letzten Jahres hatte ein elfjähriges Mädchen im Fahrgeschäft „Spinning Barrels“ tödliche Verletzungen erlitten. Den Ermittlungen zufolge hatte der 22-jährige Bediener die Fahrt gestartet, ohne zuvor die vorgeschriebene Durchsage „Achtung, die Fahrt beginnt“ gemacht zu haben. Durch den plötzlichen Fahrtbeginn überrascht, geriet das Mädchen ins Stolpern und stürzte zwischen zwei Plattformen. Sie wurde mehrfach von den Auslegern des anfahrenden Fahrgeschäfts überrollt. Außerdem habe der Angestellte die Zugangstür nicht pflichtgemäß geschlossen, stellten die Ermittler fest. Einem 30-jährigen „Steward“ legt die Staatsanwaltschaft zur Last, bei der Einweisung des Bedieners versäumt zu haben, diesen auf die Pflicht zur Abgabe des Abfahrtssignals hinzuweisen.
Wegen mangelnder Kontrolle dieser Sicherheitsvorschrift muss sich ferner ein 40-jähriger „Operations Manager“ der Holiday-Park GmbH verantworten.
Die Angeschuldigten haben im Ermittlungsverfahren behauptet, sich nicht pflichtwidrig verhalten zu haben. Ihnen droht eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren.(mf)