Frankenthal: Mutter erstochen – Sohn gesteht Bluttat

Im Prozess um eine tödliche Messerattacke gegen die eigene Mutter hat der 45 Jahre alte Angeklagte die Bluttat gestanden. „Ich habe geschrien und zugestochen“, sagte der Angeklagte am Donnerstag vor dem Landgericht Frankenthal. Als Motiv gab er Streitigkeiten über ausstehende Mietzahlungen für die gemeinsam mit der Mutter genutzte Wohnung an. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Totschlag vor.
Laut Anklageschrift hat der Angeklagte seiner 64 Jahre alten Mutter im Juli des vergangenen Jahres ein Küchenmesser in die linke Halsseite gestoßen. Sie sei verblutet. Zeugen berichteten vor Gericht, der Sohn habe seine Mutter jahrelang misshandelt. Eine 81 Jahre alte Nachbarin schilderte, dass das Opfer bereits am Tag vor der Tat an Armen und Schultern mehrere Stichwunden gehabt habe. Auch habe der 45-Jährige seine Mutter häufig geschlagen. Der Angeklagte gab an, seit 14 Jahren stark alkoholabhängig zu sein. Auch seine Mutter habe „von morgens bis abends getrunken“, sagte er.
Als wegen offener Mietzahlungen in Höhe von rund 3.000 Euro der Rauswurf aus der gemeinsamen Wohnung drohte, sei er ausgerastet. Bislang hatte der 45-jährige Frankenthaler die Tat bestritten. Ein Urteil wird am 23. Februar erwartet. (dpa)